Mythos Rassekatzen: Die Wahrheit über Züchter, Kosten, Papiere und deren „Standarts“

Vorwort: Es soll bei diesem Artikel nicht darum gehen Züchter und Katzenvereine ansich schlecht zu machen. Schließlich liebe ich Katzen! Und ich mag jeden, der das ebenfalls tut. Und ich finde es auch großartig, dass es Vereine gibt, die sich auf Katzen, deren Vielfalt und Arterhaltung spezialisiert haben. Das ist eine wichtige und gewissenhafte Arbeit und ich glaube jedem Züchter, dass er ein tierlieber Mensch ist und die Gesundheit ihrer Katzen an erster Stelle steht. ABER…

Wer kennt das nicht?

Man hat Katzen oder überlegt sich eventuell eine zu kaufen. Um die Katzen bestmöglich versorgen zu können, möchte man sich Rat von anderen Katzenbesitzern einholen, meldet sich bei einem Katzenforum an und stellt die ein oder andere Frage. Aber anstatt, dass die Frage einfach beantwortet wird, wird oft erstmal hinterfragt, wieso du diese Frage überhaupt stellst. Und wieso du nicht schon die anderen 1000 Themen zu diesem Thema durchgelesen hast. Und warum du überhaupt, deiner Katze dieses zu fressen geben möchtest, wie du nur Streu X verwenden kannst und überhaupt, wieso du so ein unverantwortlicher Mensch bist, dass du das nicht schon alles längst weisst. Wenn man sich dann noch rechtfertigen oder seine Situation genauer erklären möchte und dabei fallen Wörter wie „Katze ohne Papiere“, dann ist es ganz vorbei… Bevor man auch nur eine brauchbare Antwort bekommen hat, wird man verbal in der Luft zerrissen. Und das von Menschen, die meinen sie wären die tierliebsten Menschen und seriösesten Handelsleute der Welt- ich rede von „professionellen Züchtern“. Was viele von ihnen ganz gerne vergessen: Auch sie haben irgendwann mal klein angefangen. Ihnen wurde das Wissen über Katzen auch nicht in die Wiege gelegt. Aber komischerweise scheint sich bei einigen, ab dem Zeitpunkt der Unterzeichnung einer Vereinsmitgliedschaft, eine grenzenlose Allwissenheit und eine enorme Intoleranz gegenüber anderen Katzenhaltern zu entwickeln…

Wie ihr merkt, möchte ich mich heute mal einem sehr kritischen und umstrittenen Thema widmen, welches mir selber sehr am Herzen liegt. Und im Gegensatz zu meinen anderen Beiträgen, wird es hier nicht nur um meine persönliche langjährige Erfahrung, sondern auch meine Meinung gehen. Ich möchte einfach die Fassade der Katzenzuchtvereine mal zum Bröckeln bringen und werde dabei auch viel auf die Spitze treiben.

composition évoquant la diversité des races félines

Ich muss zuerst mal eine Beichte ablegen: Wenn ihr meine anderen Blog-Themen schon kennt, wisst ihr, dass wir unseren Kater (der ja Papiere hat) zum Decken anbieten. Und nicht nur für Rassekatzen, sondern für alle. Außerdem Katzenbabies hatten. Ohne Papiere. Und wir sind kein Mitlgied eines Vereins. So! Das heisst ich erfülle zu 100% die Anforderungen, um als  „unseriöser, verantwortungsloser, kaltherziger, geiziger und egoistischer VERMEHRER“ zu gelten, der „nichts besseres zu tun hat als die Tierheime zu füllen“ (- Zitat von inzwischen zig verschiedenen Züchtern, die das mitbekommen haben, aber weder mich, noch meine Katzen überhaupt kennen).

Was ich damit sagen möchte: Natürlich warne ich genauso wie die anderen Züchter davor, sich unbedacht und aus Geiz Kätzchen aus osteuropäischen Ländern zu kaufen, die teils schon mit 8 Wochen abgegeben werden!!! Sie sind meistens total verwurmt, haben oft zahlreiche Katzenkrankheiten und werden von Kätzinnen zur Welt gebracht, die 3-4 Würfe im Jahr haben! Und nein, ich unterstütze auch keine verantwortungslosen Halter, die in ihren kleinen Etagen-Wohnungen mehrere unkastrierte Katzen beider Geschlechter rumlaufen haben (oder noch besser draußen rumlaufen lassen) und nicht über Kastration nachdenken!

ABER: Auch hier in Deutschland ist ein besonders fantasievoller und kitschiger Zwingername, noch lange kein Qualitätsmerkmal, geschweige denn ein Gütesiegel! Es gibt in Vereinen genauso schwarze Schafe, wie unter uns „Normalmenschen“ auch. (Bsp. eines aktuellen Falls s.u.) Versteht mich nicht falsch: Ich halte den Großteil aller deutschen Katzenzüchter für tierliebe, verantwortungsbewusste und nette Menschen, denen die Gesundheit ihrer Katzen am meisten am Herzen liegen. Nur der Unterschied ist, dass ich weiss und auch zugeben kann, dass das bei allen anderen Katzenbesitzern ebenso so ist, die einfach nur ein Mal Katzenbabies haben möchten! Ich finde es falsch und höchst arrogant Katzenbesitzer und deren Tiere von Grund auf zu verurteilen, nur weil man selber Mitglied eines Katzenvereins ist. Hey, ich war auch jahrelang in einem Basketball Verein, komme aber auch nicht auf die Idee alle anderen, die gerne hobbymäßig Körbe werfen, aus Prinzip auszulachen…

Meine Vermutung, wieso viele Züchter leider so abgehoben sind, wie sie sind…

In einem Verein gibt es ja Regeln. Und diese kann man natürlich nicht, unter gar keinen Umständen umgehen. Auch nicht, wenn man die richtigen Leute kennt. Und diese Regeln sind natürlich auch gesetzlich vorgeschrieben. Es ist ja nicht so, als könnte jeder Vereinsgründer die Richtlinien selber bestimmen. Und die Kontrolle, in wie weit diese Richtlinien eingehalten werden, erfolgt natürlich auch in regelmäßigen Abständen, indem der Vereinschef persönlich bei jedem einzelnen Mitglied vorbei schaut. Bei allen 100 oder 1000… Der Datenschutz ist in Katzenvereinen inzwischen ebenfalls ein so großes Thema, dass sämtliche Vereins- Informationen schon in High Tech Computern, hinter zig Firewalls und nur mit 20 Passwörtern hinterlegt werden. Nur Hacker der NSA könnten dieses unfehlbare System knacken. Mit dem Eintrag in ein Vereinsregister, erhält man zudem automatisch einige Lizenzen und einen unfehlbaren Status, natürlich ohne jegliche Form einer Fort- oder Ausbildung: Man erhält automatisch die Befugnis über alle anderen „nicht eingetragenen Züchter“ urteilen zu dürfen, ohne diese Menschen, die Lebensumstände oder die Katzen persönlich zu kennen. Zudem wird einem direkt das intergalaktische und wissenschaftlich fundierte Wissen über Katzen, sowie deren Haltung zuteil. Alle Äußerungen sind also völlig unfehlbar. Als Willkommensgeschenk erhält jedes neue Vereinsmitglied natürlich den gesunden Menschenverstand, der selbstverständlich bei jedem Mitglied einwandfrei funktioniert und dafür sorgt, dass jeder nur 1-2 Zuchtkatzen hat, die unter absolut natürlichen Bedingungen gehalten werden- Und nicht etwa 5 oder 6 in einer  drei Zimmer, 80 qm Dachgeschosswohnung… Außerdem wird man direkt Mitglied einer Gemeinschaft, in der man sich nach Eintragung plötzlich untereinander kennt, obwohl man diese Personen ebenfalls nie getroffen hat. Und man ist darauf programmiert jeden einzelnen zu mögen und im Notfall zu verteidigen. Alle Kaufverträge, die Züchter mit Abnehmern schließen, sind rechtlich feinsäuberlich ausgeklügelt und bindend! Sie wurden natürlich vom Bundesgerichtshof abgesegnet. Verstößt man gegen einen Absatz bekommt man zwangsläufig lebenslänglich…Außerdem unterschreibt man mit einem Vereinseintritt natürlich eine eidesstattliche Erklärung, dass man dem Finanzamt gegenüber stets die Wahrheit und nichts als die Wahrheit sagt.

Und für alle, die es bis jetzt noch nicht gemerkt haben- JA, das war vielleicht ETWAS sarkastisch. Aber ich denke es hat das „unfehlbare System“ von Katzenvereinen deutlich gemacht, oder? 😉

Trotz meiner sehr kritischen Einstellung diesem Thema gegenüber, möchte ich das alles mal analysieren bzw. meine Erfahrungen und Sichtweisen erklären, in der Hoffnung, dass es vielleicht ein oder zwei Leser gibt, bei denen dieser Beitrag zumindest etwas zum Nachdenken anregt. Denn viele bekannte Aussagen und Erklärungen von Züchtern sind schlichtweg falsch und veraltet. Diese ganzen Rechtfertigungen möchte ich hiermit mal richtig stellen und einen Einblick hinter die Fassade von Zuchtvereinen geben. Ich habe mir extra die Mühe gemacht Zahlen zu recherchieren und das Ganze mal grob durchzurechnen…

Die bekanntesten Züchter Mythen:

 „Diese Nicht- Züchter füllen doch die Tierheime und sind somit total verantwortungslos!“

Aha, ist das so? Laut aktueller Statistik des IVH (Industrie Heimtierverband e.V.) leben in Deutschland aktuell ca. 8,2 Millionen Katzen. Davon sind ca. 1 Millionen „Straßenkatzen“ ohne zuhause. Diese werden aber zum Großteil von Tierschutzverbänden eingefangen und kastriert. Ungefähr 50% aller Katzen sind weiblich, d.h. 4,1 Millionen. 3 Millionen davon sind widerum im geschlechtsreifen Alter. Ungefähr 80% von diesen 3 Millionen erwachsenen Katzen sind kastriert, sprich 2,4 Millionen. Übrig bleiben 600 000 geschlechtsreife, unkastrierte Kätzinnen in Deutschland. So. In Deutschland gibt es ungefähr 100 gelistete Katzenzuchtvereine. Deren Mitgliederzahlen liegen zwischen 100 und 3000. Wenn wir im Schnitt nur von 300 Mitgliedern pro Katzenverein ausgehen, gibt es in Deutschland ungefähr 30 000 eingetragene Züchter. Durchschnittlich hat jeder Züchter 3 Zuchtkatzen, die im Jahr 1-2 Mal im Junge bekommen dürfen. D.h. 90 000 Zuchtkatzen. Wenn wir von einer durchschnittlichen Wurfgröße von 4 Babies ausgehen und annehmen, dass jeder Züchter sich tatsächlich an einen Wurf im Jahr hält, dann produzieren alle Züchter Deutschlands jährlich im Schnitt 360 000 Katzenbabies. Von den gesamt 600 000 potenten Kätzinnen bleiben ja nun noch 510 000 übrig, die sich auf die „Nicht Züchter“ Haushalte Deutschlands aufteilen. Nicht jeder von denen möchte auch, dass ihre Katze sich fortpflanzt. Ein Großteil von denen wird schließlich ganz alleine oder zusammen mit einer anderen weiblichen Katze in einem Haushalt gehalten. Realistisch denken nur 1-2% von denen daran ihre Katze mal decken zu lassen. Aber unterstellen wir mal großzügigerweise, dass 5% dieser Katzenhalter sich dafür entscheiden ihre Miezen ein Mal in ihrem Leben decken zu lassen. D.h. es sind 25 500 Kätzinnen, die widerum im Schnitt 4 Babies auf die Welt bringen. Also kommen wir da auf 102 000 Kitten im Jahr; das entspricht weniger als einem Drittel der Züchteranzahl. Was man zudem nicht vergessen darf: Zuchtkatzen bekommen ja nicht nur ein Mal in ihrem Leben Babies! Wenn wir pro Zuchkatze von 5 Würfen in ihrem gesamten Leben ausgehen, produzieren alle Züchter gesamt 1,8 Millionen Kitten. Bei den Würfen von Privatpersonen ist es hingegen so, dass die Babies meist schon an Verwandte und Freunde versprochen sind, bevor diese überhaupt auf die Welt kommen. Ich denke selbst als nicht Mathefan kann man also durchaus einen Unterschied feststellen. Sonst macht euch doch einfach mal einen Spaß und schaut im Internet in den typischen Haustierportalen (www.deine-tierwelt.de, kalaydo.de oder ebay Kleinanzeigen) nach und guckt mal, wie viele Angebote von Rassekatzen drin stehen und wie viele von Mischlingen… (Stand heute 7100 zu 1900 – wieder fast das 3:1 Verhältnis! 😉 )

Falls ihr meine persönliche Meinung zu diesem Thema wissen möchtet: Ich finde es höchst interessant, dass jemand der 10-15 Katzenbabies im Jahr zur Welt bringt, ernthaft denkt er würde den Tieren im Tierheim einen Gefallen tun und andere hingegen anschwärzt. Liebe Züchter: Wenn euch die Katzen aus dem Tierheim tatsächlich so am Herzen liegen würden, wärd ihr keine eingetragenen Züchter für Rassekatzen, sondern würdet Schlange vor den Tierheimen stehen, um die Kleinen, die wir Nicht-Züchter ja so böswillig produzieren, dort raus zu holen! Selber fleißig zu produzieren und auf andere mit dem Finger zu zeigen funktioniert nicht!

„Nur Katzen von Züchtern erfüllen Rassestandarts! Rassekatzen ohne Stammbaum sind keine richtigen Rassekatzen.“

Also in der Schule hat man mir da aber was anderes beigebracht. Da sollte ich vielleicht nochmal ein ernstes Wörtchen mit meinem Bio-Lehrer reden… Ich dachte es sei vollkommen logisch und biologisch so festgelegt, dass wenn ich eine reinrassige Katze mit einer reinrassigen Katze der gleichen Rasse verpaare, auch die gleiche Rasse dabei rauskommt!?!? Ich persönlich habe jetzt noch nicht davon gehört, dass wenn man zwei Perser verpaart hat, plötzlich ein Bengale gefallen ist… 😉 Ok, Spaß beiseite. Wie ihr merkt, ist das ein Argument, das ich leider nicht ganz ernst nehmen kann. Ich habe zu diesem Thema in einigen Katzenforen schon soooo viele endlose Diskussionen geführt und so unglaublich viele bescheuerte Argumente gehört, dass mir teils echt die Kinnlade runtergefallen ist… Mein Favorit: „Es könnte ja sein, dass du Katzenbabies aus dem Ausland irgendwo billig einkaufst und die dann zuhause als Rassebabies deiner eigenen Katzen verkaufst! Kann ja ohne Papiere keiner nachvollziehen!“ Jaaaa… total einleuchtend. Wenn Papa und Mama Katze zuhause rumlaufen und die Babies zufällig GENAU SO aussehen, muss ich aber im Ausland echt Glück gehabt haben! Und die Fotos ab Geburt bis zur Abgabe stammen natürlich auch alle aus Google, die habe ich nicht selber gemacht!

Ok, jetzt mal im ernst. Ja, ich kann die Züchter auch irgendwo verstehen. Natürlich müssen Rassestandarts erhalten bleiben, das sehe ich ein. Schließlich soll eine BKH auch noch in 10 Jahren offensichtlich wie eine BKH aussehen und die Art soll nicht plötzlich ganz andere Merkmale haben. Außerdem kann man seine Katzen ja auch ohne die typischen Merkmale gar nicht mit zu einer Ausstellung nehmen und Preise abräumen… Es gibt aber (abgesehen von der Tortur der Katzenausstellungen ansich) zwei Sachen, mit denen ich bei diesem Thema nicht einverstanden bin: 1. Wer einen gesunden Menschenverstand hat muss doch bitte auch zugeben können, dass wenn z.B. eine BKH mit einer BKH gekreuzt wird, dass der Nachwuchs auch BKH ist. Wer etwas anderes behauptet, macht sich in meinen Augen damit nur lächerlich. 2. Was teilweise dafür getan wird, um Rassestandarts zu erhalten oder gar „Modetrends“ zu züchten, ist in meinen Augen teilweise echt ätzend… Wovon ich rede sind Überzüchtung und insbesondere Inzucht. Wenn man also blaue Katzen immer mit bernsteinfarbenen Augen haben möchte, verpaart man logischerweise zwei Katzen, die genau diese Merkmale haben, um diese Standarts zu erhalten. Ist ja logisch. Aber: Die beiden bekommen zwei, drei Würfe zusammen. Und die Kinder der Kinder sollen später ja auch mal allen Rassestandarts entsprechen… Da einem in der Umgebung irgendwann die Alternativen an Vätern mit anderem Genpool aber passenden Merkmalen ausgehen, was liegt da näher als die Kinder mit ihren Eltern oder Cousins zu verpaaren, wenn man nicht gerade 300 oder 400km zum nächsten Deckkater mit den passenden Merkmalen fahren möchte!? Oder, um Rassen bzw Farben zu züchten, die gerade besonders gefragt sind, werden oft gezielt Kinder mit Elternteilen verpaart, wenn diese z.B. einen Gendefekt aufweisen, den man herauszüchten möchte. Wie zum Beispiel die eingedrückten Nasen bei Persern (je eingedrückter, desto besser! Scheiss auf Sauerstoff!) oder blaue BKHs mit blauen Augen (die nebenbei vor ein paar Jahren noch alles andere als rassespezifisch waren!). Eine Katzenzeitung beschäftigte sich sogar mit der Frage: Wie ist das Thema Inzucht bei den einzelnen Organisationen überhaupt geregelt? Antwort: „Überhaupt nicht! Die Mehrzahl der Organisationen hat nur Registrierungsregeln, aber keine Zuchtrichtlinien. Es ist meist nur geregelt, welche Rassenkreuzungen oder Farbkreuzungen erlaubt sind, mehr nicht! Eine Ausnahme bildet die FIFe, die auch Zuchtrichtlinien besitzt. Die Inzucht ist jedoch auch hier nicht geregelt.“ So viel zum Thema Standarts…

Wird die Einhaltung überhaupt kontrolliert? Oder geben Papiere über die Abstammung der Katze einem Käufer überhaupt Sicherheit? Nein. Bei welchem Züchter stand irgendwann mal der Vereinschef oder das Ordnungsamt vor der Tür, nur um zu fragen, ob alles in Ordnung ist? (Machen die ja besonders gerne, wenn bisher nie ein Grund zur Sorge bestand) Zu den Papieren kann man nur sagen: Ja, klar, THEORETISCH kann ein potenzieller Käufer sich über die Echtheit der Papiere beim entsprechenden Verein informieren… Wer von uns, der Katzen mit Papieren hat, hat das getan!? Aha… Wie ich in meinem anderen Thema bereits geschrieben habe, hatte auch ich in den letzten Jahren viel Kontakt zu Züchtern, die ihre Katzen bei mir zum Decken gelassen haben, da unser Kater Papiere hat. Unsere Kätzin hat keine. Wir haben für unseren Wurf damals (der natürlich keine Papiere hatte) MEHR ALS EIN MAL das Angebot bekommen „psssssst… wenn ihr für eure Kleinen noch Papiere haben wollt, sagt Bescheid!“. Und ich habe auch einige Male mitbekommen, dass Rassekatzen ohne Papiere, plötzlich doch welche hatten, als sie komischerweise in einen Verein eintreten wollten… Tja. Wenn man die richtigen Leute kennt oder einfach raffiniert genug ist, kann man für seine Katzen oder Kitten IMMER Papiere besorgen, liebe Züchter, ob ihr das nun wahr haben möchtet oder nicht! 😉

BITTE LESEN: Hier noch ein „Beweis“ eines aktuellen Falls aus Freising in Bayern: Eine „eingetragene professionelle Züchterin“ ließ 65 (!!!) Rassekatzen völlig verwahrlosen, mumifizierte Tiere lagen einfach hinter dem Haus, aber eine Katze räumte kurz zuvor sogar noch einen Preis bei einer Ausstellung ab, Bericht und Fotos hier: http://www.welt.de/regionales/muenchen/article124788369/Katzen-Zuechterin-haelt-65-verwahrloste-Tiere.html – Dieser Verein scheint seine Züchter jedenfalls nicht zu kontrollieren, ob die Richtlinien eingehalten werden… Achja, und wo kamen die Tiere nach der Rettung hin? Ins Tierheim.

Lasst euch zu diesem Thema bitte noch eines gesagt sein: Aus biologischer bzw. evolutionstechnischer Sicht, ist diese Rassestandart- Züchterei das ungesündeste, was man machen kann. Nicht nur, dass irgendwann durch Überzüchtung die Katzen krankheitsanfälliger werden (Stichwort Allergien bei Haustieren etc.). Alle Lebewesen dieser Welt konnten immer nur überleben, weil sie sich weiterentwickelt haben, indem sie ihren Genpool bestmöglich vermischt und erweitert haben. Die Artenvielfalt geht zurück. Was meint ihr woraus die ganzen Farben, die wir heutzutage so toll finden, ursprünglich mal entstanden sind? Richtig, weil sich Katzen mit zwei völlig unterschiedlichen Merkmalen fortgepflanzt haben! Rassen sind nur dadurch entstanden, dass sich völlig unterschiedliche Katzen mal miteinander gapaart haben. Wer natürlich Wert auf Rasse und Reinheit und bestimmte Merkmale bei seinem Nachwuchs legt, klar, der sollte sich auch das passende Gegenstück suchen. Aber ist es nicht eigentlich viel interessanter, wenn man zwei völlig unterschiedliche Farben miteinander verpaart und man hat keinen Schimmer, was rauskommen kann!? Beispielsweise bei unserem blauen Kater (mit orangenen Augen) ist zusammen mit unserer silver shaded Mieze (grüne Augen) (was aus laut „Rassestandarts“ übrigens totaler Hochverrat ist!) ein bunter Mix rausgekommen… 2x schwarz, 1x silver tabby, 1x schoko und 1x blau goldener Tiger. Diese Mischung mit diesen einzigartigen Farben wäre mit Sicherheit nicht rausgekommen, hätten wir uns an die Standarts gehalten 😉

„Wir machen das alles nur aus Liebe zu den Tieren und wenn das wirklich Geld bringen würde, könnte ja auch jeder in einen Verein eintreten!“

Die große Frage an dieser Stelle: Die Liebe zu welchen Tieren ist genau gemeint??? Die Liebe zu den Katzen allgemein, egal ob Rasse oder nicht? (Denn das nehme ich keinem Züchter für eine spezielle Rasse ab) Die Liebe zu den Tieren, die im Tierheim sitzen? (Die glaube ich genau so wenig, denn wieso sind sie nicht bei euch zuhause?) Oder einfach die Liebe zu euren Katzen zuhause? Oder meint man doch eher die Liebe zu den Kitten, die allerdings genau so länge anhält bis der nächste Wurf unterwegs ist??? Ich glaube jedem Züchter, dass er Katzen liebt und Züchten aus Leidenschaft betreibt. Das ist bei mir nicht anders. Der Unterschied ist allerdings: Bei mir war nach zwei Würfen Schluss. Ich kann mich noch genau an unsere zwei Geburten und an jedes einzelne Baby, dessen Charakter, Name und Entwicklung, erinnern. Einige Züchter sind ja teilweise schon bei ihren Würfen im Alphabet bei W oder X angelangt… D.h. dass sie schon über 20 Würfe hatten. Und, wisst ihr noch wie viele es bei eurem A oder B Wurf waren? Welche Farben? Namen??? Ohne Nachzugucken sicherlich nicht. Und ich glaube keinem Züchter, der dann noch sagt, „es ist jedes Mal was ganz besonderes“ oder „jedes Kitten ist einzigartig!“. Genau DAS geht nämlich durch die Züchterei flöten: Zum Einen stumpft man selber mit jedem Mal ab und irgendwann ist eine Geburt und die Katzenaufzucht mehr Routine als ein außergewöhnliches Erlebnis. Zum Anderen bleibt die Einzigartigkeit auf der Strecke… Wenn man inzwischen den 5. oder 10.Wurf hat, wo alle Babies rein blau sind, kann mir keiner mehr weiss machen, dass diese nicht alle gleich aussehen. Sondern jedes ist totaaaaal anders. Klar, vor allem, wenn sie oftmals alle noch den gleichen Vater haben!

Ich finde alleine schon viele Bezeichnungen in Katzenvereinen höchst grenzwertig. Es fängt schon damit an, dass einegetragene Züchter sich einen „Zwingernamen“ ausdenken sollen. Wisst ihr, was Zwinger laut Definition eigentlich bedeutet? „Zwinger= Raum zwischen zwei Mauern einer Burg; in der Regel zwischen der Ringmauer der Kernburg und einer dieser vorgelagerten Mauer. Oder auch eine Mehrzahl von Käfigen oder Gehegen für Tiere (in der Regel für Hunde)“ Klingt nicht sehr einladend oder tierfreundlich, oder? 😉 Aber abgesehen davon, unterscheiden Züchter ja ganz gerne zwischen „Liebhabertieren“ und „Zuchtkatzen“. Die große Frage, die sich mir da schon immer gestellt hat: Aha, das heisst, das Eine schließt das Andere also aus!? Interessant. Konkret bedeutet das: Kauft man als „normaler Mensch“ eine Katze vom Züchter für ca. 800€, unterschreibt man einen Kaufvertrag, wo schriftlich festgehalten ist, dass man das Tier „nur zum liebhaben“ kauft und damit nicht züchten darf und bei Verstoß ist eine Strafzahlung beim Züchter fällig. Diese Kaufverträge sind rechtlich nicht bindend! (Sollte jeder wissen, der ein wenig Ahnung von Jura hat und das kann man sonst aber auch überall nachlesen) 1. Ist ein Tier vor dem Gesetz ja eine Sache und geht daher beim Verkauf vollständig in den Besitz des Käufers über. 2. Verpflichtungsklauseln zur artgerechten Haltung sind im Grunde überflüssig, da das Tierschutzgesetz ohnehin dazu verpflichtet. 3. Vertragsstrafen oder ein Vorkaufsrecht vom Züchter sind nur in seltenen Fällen überhaupt zulässig. Zum Einen muss es sich explizit um einen KAUFvertrag handeln und nicht nur um einen einfachen „Schutzvertrag“. Zum Anderen darf es sich nicht um einen pauschalen Standartvertrag handeln, sondern er muss auf jedes einzelne Tier individuell angepasst sein und unter klaren Bedingungen bzw. Fristen stehen! z.B. Kauft jemand einen Kater. Im Kaufvertrag steht explizit, dass Kater XY zum Datum xx.xx.xx kastriert sein muss und dass der Käufer dafür einen Preisnachlass in Höhe von x Euro erhält. Heisst: Hält der Käufer sich nicht an die Frist (was der Züchter erstmal klar nachweisen muss!), dann könnte der Züchter tatsächlich versuchen den Preisnachlass oder eben eine Strafe einzuklagen. Das Vorkaufsrecht gilt übrigens auch nur im Falle von krasser Misshandlung eines Tieres, welche ebenfalls erstmal erwiesen und dann angeklagt werden muss. Ich denke wir sind uns aber alle einig, dass eine Schwangerschaft da nicht gerade zugehört 😉 Sie dienen letztendlich nur dazu den Käufer vom Zuchtgedanken abzuschrecken und so Konkurrenz zu vermeiden. Wenn man nämlich im Voraus offen und ehrlich sagt, dass man seine Katze gerne mal decken lassen möchte (egal ob nur ein oder zehn Mal!) oder der Kater soll mal die Nachbarskatze decken dürfen, ab diesem Zeitpunkt kauft ihr kein Liebhaber-Tier mehr, sondern ein „Zuchttier“. Ihr wollt ja schließlich züchten. Und da sind Preise zwischen 1500-2000€ typisch. Durch diesen Preis holt sich der Züchter so bereits im Voraus Anteile an eurem späteren Nachwuchs, obwohl er mit diesem eigentlich gar nichts mehr zu tun hat. Eine nette Form der 0% Finanzierung 😉

Achja: Habt ihr eigentlich schonmal darüber nachgedacht, was mit „alten“ Zuchtkatzen oder Deckkatern passiert??? Also die Katzen und Kater, die inzwischen schon einige Würfe hatten bzw. produziert haben? Klar, man könnte meinen, dass diese nach gewisser Zeit einfach kastriert werden und im Haus weiterhin als geliebtes Familienmitglied leben dürfen. Das mag in wenigen Züchterhaushalten ja auch sogar der Fall sein. Aber weil man in der Regel ja gerne ein-zwei Kitten im Laufe der Jahre behält, die später mal als Zuchtkatze oder Deckkater dienen sollen, wird es bei den meisten natürlich irgendwann ziemlich eng daheim. Katzen leben ja schließlich auch was länger… D.h. oft werden diese Tiere einfach kastriert und unter einem Vorwand einfach verkauft. Oder aber man tauscht sich unter Züchtern ganz gerne Mal aus… So hatte der Züchter A bisher einen blauen Deckkater, Züchter B bisher einen braunen, möchte man ja nach ein paar Würfen auch mal andere Farben produzieren. Was liegt da näher, als die Kater dann einfach mal auszutauschen? Ob das so im Sinne der Tiere ist? Kann ich mir nicht vorstellen.

Durch meine Recherchen bin ich übrigens bei einigen Katzenvereinen auf etwas sehr Interessantes gestoßen… Dort werden die Mitglieder offiziell angehalten neue Mitglieder zu rekrutieren und dafür bekommen sie dann Prämien (wie z.B. die Erlassung eines Jahresbeitrages)! „Werbt einen Freund“ gibt es jetzt auch in Katzenzucht-Vereinen! Natürlich nur alles der Tierliebe wegen… Das hat selbstverständlich gaaaaaaaaaaar nichts mit der Wirtschaftlichkeit eines Vereins zu tun! Soll ich euch mal sagen, wozu solche netten Werbeaktionen führen? Ich habe inzwischen schon zwei Mal fast die gleiche Geschichte erlebt… Bekannte hatten Katzen. Die Eine eine ganz normale Hauskatze, die andere sogar eine Rassekatze, allerdings ohne Papiere. Ich habe im Nachhinein von diesen beiden erfahren, dass sie in Vereine eingetreten sind. Und ich: „Hä? Wie das? Das geht doch mit euren Katzen gar nicht?“ Sie: “ Ja eben! Deswegen habe ich meine Katze weggegeben und mir eine mit Papieren geholt! Zwei Große dürfen wir laut Vermieter nämlich nicht.“ In diesen zwei speziellen Fällen kamen die Katzen zum Glück nicht ins Tierheim, sondern zu Freunden. In DIESEN Fällen. Aber wozu sowas wohl führen mag? Sicherlich nicht dazu, dass die Tierheime leerer werden. Aber marketingtechnisch ist das echt genial, die Beliebtheit von Rassekatzen so weiter zu steigern. Und dass sich dadurch  ZUFÄLLIG der Umsatz um ein gaaaaaaaanz klitze kleines bisschen erhöht ist natürlich auch nicht zu verachten. Ach nein, entschuldigung, ich vergaß! Kein Züchter verdient ja an seinen Katzen irgendwas! Ist ja immer eine Plus-Minus-Null Rechnung! Komischerweise habe ich bis heute noch keinen einzigen Züchter getroffen oder zumindest von einem gelesen, der jeeeeeeeeemals, irgendwann in seinem Leben mit der Katzenzucht auch nur einen einzigen Cent verdient hat. Ich finde das wirklich bewundernswert, dass diese Menschen offensichtlich nur von Luft und Katzenliebe leben können…

Passend dazu kommen wir nun zu meinem Favoriten…

Die Kosten einer Rassekatze:

Bei mir war es so: Ich war damals einfach auf der Suche nach einer Katze wie aus der Sheba-Werbung, weil ich diese unglaublich schön fand. Es war eine rein oberflächliche Geschmacksentscheidung. Erst beim Recherchieren merkte ich, dass diese Katzen aber nur von sogenannten „professionellen Züchtern“ angeboten wurden, wo mir der Unterschied zu einem „normalen“ Katzenhalter nicht direkt klar war. Auch, dass es überhaupt einen Unterschied zwischen “Rassekatzen” und „normalen Katzen“ gibt war mir als junges Mädchen nicht klar. Und erst als ich selber auf der Suche nach meiner Wunschmieze war, lernte ich richtig, was dies konkret bedeutete und war schockiert: 500-1000€ für EINE Katze??? Um mir meinen Traum zu erfüllen, habe ich damals natürlich in diesen sauren Apfel gebissen. Versteht mich nicht falsch: Ich bereue diese Entscheidung natürlich nicht, weil ich meine Katzen über alles liebe, aber dennoch frage ich mich bis heute: Was soll das? Hätte unser Bauer im Dorf solche Katzen gehabt, hätte er mir diese wahrscheinlich sogar geschenkt. Mir hätte theoretisch auch ein „Mischling“ in meiner Wunschfarbe gereicht, der vlt ein Zehntel gekostet hätte und mir genauso viel Liebe zurück gibt, wie ich ihm entgegen bringe. Wie kommen also diese krassen Preisunterschiede zustande?

Wenn man genau diese Schlagwörter einfach mal googelt, findet man hunderte Aufstellungen, Rechnungen und vor allem Rechtfertigungen, wieso gewisse Katzenrassen so teuer- obwohl, nein, falsches Wort- ÜBERteuert sind. Als „Laie“ auf dem Gebiet sitzt man noch ganz ehrfürchtig am PC und denkt sich, nachdem man die ein oder andere Begründung gelesen hat, „Verständlich, das ist ja klar!“ Wer sich, wie ich, aber ein paar Jahre mit diesem Thema beschäftigt und einige Züchter kennenlernt, dem bleibt nichts anderes übrig als sich über diese Kostenaufstellungen köstlich zu amüsieren, weil sie teilweise absolut abstrus sind. Oder aber man fühlt, wie stetig in einem die Wut aufsteigt, wenn man liest auf welche dreiste Art und Weise diese „seriösen Kaufleute“ mit ihren Tieren tierliebe Menschen wirklich verarschen und abzocken wollen.

Bitte nehmt euch mal wirklich die Zeit und besucht mal einige Züchterseiten! Ihr werdet feststellen, dass sehr viele einfach nur die Copy-Paste Funktion genutzt haben! D.h. viele machen sich nicht mal die Mühe die Kosten realistisch aufzulisten, sondern kopieren es einfach in ihre eigene Seite und nehmen damit auch automatisch die Denkweise an, dass diese Aufstellung richtig sein muss. Alles was auf der Seite des anderen Katzenzüchters stand, muss ja die reine Wahrheit sein! Ist ja schließlich auch ein Züchter. D.h. Sie beschäftigen sich selbst null mit dem Thema, hinterfragen das gar nicht erst, aber wiederholen trotzdem brav all das, was sie bei allen anderen Züchtern gelesen haben… Das finde ich persönlich nicht sonderlich vorbildlich oder fair. Sondern eher ziemlich traurig… Und diese Menschen sagen allen anderen Katzenhaltern dann auch noch, wie sie mit ihren Katzen umgehen sollen.

Ich zeige euch hier zunächst mal ein paar Kostenaufstellungen, die ich gefunden habe. Alle gehen von einem durchschnittlichen 4er Wurf aus.

Nummer 1:

Kostenaufstellung

– 800 km entsprechen der Strecke von Düsseldorf nach Hamburg und wieder zurück! Schaut auch bitte hier mal spaßeshalber im Internet nach, wie viele Deckkater ihr allein im Umkreis von 100km finden werdet…

– Decktaxe: Auch wenn ihr das überprüft, werdet ihr sehen, dass von 50 angebotenen Deckkatern nur 1-2 diese Decktaxe verlangen. Kann man natürlich machen, realistisch sind eher 100 – 200€!

– Impfungen für EIN Baby 120€. So viel habe ich für eine Impfung meines ganzen Wurfs bezahlt…

– Futter und Entwurmung genauso: Zwei Packungen zur Entwurmung ALLER Kitten kosten maximal so viel! Und ich habe noch kein Baby gesehen, dass allein für 50€ frisst! 80-120 Euro für einen 4er Wurf bei Futter guter Qualität sind realistisch!

– Wie ihr merkt, schleppt dieser Züchter seine armen Tiere ganze 6 Mal zum Tierarzt! 2x vor der Geburt, 2x nach der Geburt und dann noch 2x zum Impfen… Das ist unnötiger Stress für die Mutter, die Babies und medizinisch nicht notwendig! (Übrigens hat derjenige da aber noch vergessen die ganzen Fahrtkosten zum TA zu berechnen! Und der nächste ist bestimmt auch mindestens 300km weit weg! 😉 )

– Überbringen der Katze: Halte ich für unglaubwürdig. Wer von euch hat sich seine Katze vom Züchter bringen lassen??? Holt man die Katzen nicht eher ab!?

– Gesundheits Rücklage: Das finde ich besonders interessant. Eine Gesundheits Rücklage für ein Baby, das man dann schon weg gebracht hat? 😉

Nummer 2:

Das Besondere bei dieser Aufstellung ist, dass ich genau die Gleiche direkt mehrmals gefunden habe! Die Ursprüngliche ist aber offensichtlich schon SO alt, dass sie noch in Mark angegeben ist! Die anderen Züchter haben es sich ganz einfach gemacht und das Ganze nur in Euro hingeschrieben (aber achtet mal auf die Umrechnung…)

Kostenaufstellung2– Deckgebühr: Wie schon oben erwähnt: Überzogen und unrealistisch

–  Tests und Zeugnis: Zum Einen kosten diese Tests und das Zeugnis zwischen 80-100€, zum Anderen ist es sehr umstritten ob diese überhaupt was bringen. Außerdem: Zu DM Zeiten war es offensichtlich günstiger 😉

– Kosten für das Suchen vom Kater: Allein, dass das „in Rechnung gestellt“ wird, finde ich schon eine Frechheit! Fahrtkosten, ok, aber hat man nicht heutzutage Telefon- und Internetflatrates zum Suchen???

–  Futter/ Streu: Ebenfalls maßlos übertrieben. Zwischen 80 und 120€ (je nach Wurfgröße und Futter) inklusive der Mutterkatze sind Durchschnitt!

– „Zusätzliche Ernährung“: Hier stellt sich mir einfach die Frage: Wer schon 300€ für Futter berechnet hat, wie kommt man noch auf zusätzliche 100€ Futterkosten!?

– Impfungen und Co: Das Gesundheitszeugnis wurde oben schon berechnet, sonst ca 30€ für Wurmkuren und zwischen 250-350€ je nach Tierarzt für die Impfungen aller Babies sind realistisch.

– Kosten für Inserate: Das ist der Hammer! Wer möchte mir denn heute noch erzählen, dass er 150€ für Inserate ausgibt??? Zu Zeiten des Internets und sämtlichen Portalen, wo man zum Großteil kostenfrei inserieren kann, einfach unglaublich…

– „Weitere Werbungskosten“: NOCH mehr Geld für Werbung??? Und „Bewirtungskosten“? Hallo? Das heisst alles, was während der 1-3 Tage auf einer Katzenausstellung getrunken und verspeist wird, holt man sich über die Interessenten wieder rein oder wie? Also ich würde weder eine Currywurst-Pommes-Mayo, noch Stullen vom Bäcker bezahlen wollen… Oder ist damit gemeint, dass wir jetzt schon den zukünftigen Katzenbesitzern in Rechnung stellen, dass wir die Tiere ja füttern müssen? 😉 Und zu Ausstellungskosten generell: 1. Ist es jedem selber überlassen, ob man seiner Katze sowas antun möchte, 2. finde ich es ziemlich frech diese Kosten überhaupt auf die Kitten abzuwälzen, nur weil man selber scharf auf einen Titel ist.

Manche Züchter gehen sogar soweit, dass sie die kompletten Kosten der Mutter noch mit einberechnen! Also Anschaffungskosten für die Mutter, Ausstellungskosten, auf denen die Mutter mal irgendwann war, oder berechnen fein das Katzenmobiliar, was sie sich irgendwann mal angeschafft haben. Oder sogar die Einschreibungskosten bzw. den Jahresbeitrag des Vereins. Das gehört da nicht rein! Schließlich war es eine persönliche Entscheidung des Züchters, in einen Verein einzutreten! Und diese Gebühren zahlen die angehenden Mitglieder schließlich für den bürokratischen Aufwand, den der VEREIN hat und nicht die Züchter selber!!! Der Stammbaum ist das Einzige, was auch einen Nutzen für die künftigen Besitzer hat, das ist das Einzige, was in Ordnung ist! Da bitte aufpassen!

So. Nun habe ich mir für euch natürlich auch die Mühe gemacht mal eine wirklich realistische Aufstellung zu machen!

KittenKostenaufstellungBILD

Wie ihr seht, habe ich bei einigen Punkten extra differenziert und das Minimum bzw. Maximum ausgerechnet. Nichts desto trotz sind das natürlich alles Durchschnittswerte!!!

Einige Züchter werden bei dieser Aufstellung jetzt wahrscheinlich direkt aufschreien: 1. „Es fehlt das Gesundheitszeugnis der Katze, das man für den Deckkater braucht!“ – sind 25€. 2. „Die Deckgebühr von SERIÖSEN Deckkatern sind aber nunmal 300€!“ und 3. „Ich kaufe für meine Babies immer nur das allerbeste Futter und komme immer locker auf 200€!“ Ok. Gehen wir von diesen Beträgen aus, käme man dennoch auf mindestens 982€ für den gesamten Wurf  (und damit 245€ pro Kitten) und maximal auf 1082€ (macht 270,50€ pro Kitten). Wenn also mit dem Wurf alles problemlos verlaufen ist und sie werden mit Papieren für 500€ aufwärts verkauft, müsste nach Adam Riese ein Gewinn von Minimum 230€ pro Stück übrig bleiben oder irre ich mich da!? Wie möchte man das denn weg argumentieren?

Klar, man kann auch 300 Euro als Deckgebühr zahlen. Oder Futter für das Doppelte vom Preis kaufen (wobei ich, wie ihr seht, schon sehr auf Qualität achte!). Oder man ist tatsächlich bei einem Tierarzt gelandet, der 80€ für eine Impfung eines Babys nimmt- Da würde ich allerdings wirklich empfehlen einen anderen zu suchen! Oder man kann es natürlich mit der Werbung auch vollkommen übertreiben! Aber selbst unter DIESEN Umständen landet ihr effektiv „nur“ bei Fixkosten von 250-300€ pro Katzenbaby!

Das Einzige, was ich jetzt mal nicht berücksichtigt habe, sind medizinische Notfälle. Ein Kaiserschnitt würde z.B. nochmal mit 1000€ zubuche schlagen! Bei 4 Babies wäre man dann in der Tat bei Kosten von 400- 500€ pro Kitten. Aber auch da ist Vorsicht geboten: Gerne berechnen auch Züchter einfach mal pauschal Tierarztkosten, die bei den Elterntieren oder kommenden Würfen IRGENDWANN MAL aufkommen KÖNNTEN! Die haben in meinen Augen auch nichts mit dem Katzenbaby zu tun, das ihr euch anschaffen möchtet, oder?

Damit ihr auch wisst, woher ein paar meiner Preise stammen:

Entwurmungszeug: http://www.medpets.de/banminth+katze/?channel_code=544&product_code=69009232&utm_source=google-shopping&gclid=CKXBwoSPq7wCFZShtAodWVgApg

Babymilch: http://www.fressnapf.de/shop/babycat-milk

Baby Trockenfutter: http://www.fressnapf.de/shop/royal-canin-babycat-34;

Das ganze Nassfutter kaufe ich übrigens ganz einfach bei Aldi Süd. Die 200gr Cachet Dosen haben 60% Fleischanteil und sind ohne Zucker und Getreide und damit sehr gesund. Und die Beutelchen haben ebenso in Tests gut abgeschnitten… Es gibt also effektiv keinen Grund 200€ an Futter auszugeben. 😉

Klar, für den ersten Wurf muss man noch ein paar Sachen zusätzlich anschaffen: Eine Babytoilette z.B., diese kostet ganze 4€ bei Fressnapf http://www.fressnapf.de/shop/anione-kitten-starter-tray (wäre also nur 1€ pro Baby mehr). Oder einen Welpenlaufstall (die wirklich super praktisch und empfehlenswert sind!), kosten in der kleinsten (für Katzen ausreichenden) Größe 30€. Wären also nochmal 7,5€ Aufschlag pro Baby… http://www.amazon.de/TecTake-Welpenlaufstall-Tierlaufstall-Kleintiere-Katzen/dp/B00BXJEHMY/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1391292542&sr=8-2&keywords=laufstall+welpen

Wir haben zudem unseren zukünftigen Katzenbesitzern immer noch ein Starterset mitgegeben. Darin enthalten war das Set von Royal Canin (mit einer schönen Dose, Futter und sogar einer Anleitung „eine Katze kommt ins HAus) für 6,50€ pro Stück und dann haben wir noch ein paar Spielzeuge und etwas von dem anderen Futter mitgegeben. Kostet alles zusammen dann ca. 10€ für ein Kleines… http://www.fressnapf.de/shop/royal-canin-starter-set-kitten – Wobei ich dieses aber nie mit einberechnen würde, da es ein Geschenk von uns an die zukünftigen Besitzer ist, das den Kitten ja ebenfalls nur zugute kommt.

Bei uns ist so: Alles, was ich für meine großen Katze eh immer kaufe (Futter, Streu, Spielzeug, Decken, Vitaminpasten, etc.) berechne ich überhaupt nicht, das gehört für mich nicht in so eine Aufstellung rein! Und nein, auch nicht die Fahrtkosten zum Einkaufen! 😉 Wir persönlich haben ja sogar noch das Glück, dass wir unseren Deckkater zuhause haben und nicht im Verein sind. D.h. bei uns entfallen Fahrtkosten zum Kater, sowie die Deckgebühr und die Gebühren für die Stammbäume. Wenn man das runter rechnet haben wir (wenn alles problemlos verläuft) Kosten von ca. 110€ pro Kitten. Und ja, wir haben die Kleinen zu marktüblichen Preisen (also für Babies OHNE Papiere!) verkauft. Dadurch blieb ein kleiner Lohn für unsere „Mühen“ über. Nur der Unterschied ist: Wir können dazu stehen! Wir finden einfach, dass es keinen Grund gibt so zu tun als wäre es nicht so. Klar, reich wird man dadurch nicht. Und man sollte sich definitiv nicht seinen Lebensunterhalt durch seine Haustiere verdienen. Aber warum die meisten Züchter so versessen darauf sind einen Umsatz an den Tieren abzustreiten, ist mir nach wie vor leider unbegreiflich…

Wir haben die gesamte Zeit mit den Kleinen einfach total genossen! 🙂 Wir fanden es toll bei der Geburt dabei zu sein, die Kleinen aufwachsen zu sehen, zu beobachten wie sich die Eltern so anstellen und wir können bei unseren Freunden und Verwandten jederzeit sehen, wie sie sich entwickelt haben. Das war überhaupt auch unser ursprüngliches Motiv, warum wir das eigentlich gemacht haben und nichts anderes. Und ich finde es ehrlich gesagt absolut nicht verwerflich, dass es Menschen gibt, die diese tolle Erfahrung ebenfalls ein Mal machen möchten ohne in einem Verein zu sein. Ich gönne es jedem, denn dieses Erlebnis ist definitiv der tollste Gewinn! 🙂 Und nebenbei: Sie waren genauso wunderschön und kerngesund als hätten sie Papiere gehabt! Oder wie seht ihr das? 😉

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FAZIT:

Liebe Katzenhalter: Züchter sind genauso tierliebe Menschen wie wir alle. Und es ist wichtig, dass es sie gibt. Ich möchte niemanden von euch auffordern ihnen eins auszuwischen und einfach selber zu züchten. Ich möchte nur, dass ihr einen Einblick hinter die Fassade der Zuchtvereine erhaltet und bei den Argumenten mancher Züchter nochmal genau hinschaut: Bis auf die Stammbäume und evtl die Höhe der Deckgebühr gibt es eigentlich effektiv keinen Unterschied zwischen den Kosten, die man hat, wenn man Babies von Rassekatzen großzieht oder die von ganz einfachen Hauskatzen! Futter und medizinische Versorgung ist ja wohl die Gleiche (sollte sie zumindest sein)! Und 20 € für einen Stammbaum bei Rassekatzen mehr, rechtfertigen definitiv keine Verkaufspreise von 800€ aufwärts!!! (Es sei denn sowohl bei der Mutterkatze als auch den Kitten waren teure Operationen nötig, aber das kann glaub ich nicht ständig bei ALLEN Würfen von ALLEN Züchtern IMMER der Fall sein…) Und es kann mir definitiv keiner erzählen, dass bei diesen Summen NIIIIIIIIIIIIIIIIEEEEEEEEEEEEEEEEEEEMAAAAAAAAAAALS etwas über bleibt. Und dass AAAAAALLES immer nur zum Wohle der Katzenheit geschieht. Also lasst euch bitte nicht blenden! 🙂

Liebe Züchter: Ich hoffe ihr habt verstanden, dass es mir nicht darum geht Katzenzuchtvereine oder Züchter ansich schlecht zu machen. Und nein, ich fordere niemanden auf selber zu „produzieren“, damit ihr überflüssig werdet. Ihr leistet gute und gewissenhafte Arbeit. Und ich glaube jedem einzelnen von euch, dass eure Katzen und deren Gesundheit euch am Wichtigsten sind. Mein Apell an einige von euch ist lediglich, eure Denk- und Verhaltensweisen gegenüber anderen Katzenhaltern mal kräftig zu überdenken. Viele von euch sind sehr intolerant und rechtfertigen ihr Tun und ihre Preise mithilfe von Märchengeschichten, die heutzutage einfach nicht mehr stimmen. Und wieso rechtfertigt ihr euch überhaupt??? Steht doch einfach zu dem was ihr tut. Ihr züchtet Rassekatzen, weil euch Rassekatzen nunmal auch lieber sind als Mischlinge aus dem Tierheim. Das ist keine Position aus der heraus man anderen tierlieben Menschen sagen sollte „Ihr seid Unmenschen und euch sind die Tiere im Tierheim egal!“. Deswegen seid bitte einfach ehrlich und versucht nicht anderen katzenliebenden Menschen mit blöden Floskeln ein schlechtes Gewissen einzureden, nur weil sie eventuell auch mal Babies haben möchten. Ihr fürchtet einfach, dass diese Menschen eine Konkurrenz für euch darstellen könnten, das ist der eigentliche Punkt. Es ist auch als Geschäftsmann nicht verwerflich dazu zu stehen. Und tut bitte nicht so als würde finanziell beim Züchten nix bei rumkommen – auch ihr könnt nicht nur von Luft und Liebe leben! Diese Überheblichkeit ist einfach nicht in Ordnung und ihr stellt euch dadurch als eine Elite dar, die ihr nicht seid. Ihr möchtet doch eigentlich auch nur, dass jeder Käufer erkennt, dass ihr das letztlich alles nur deswegen macht, weil ihr das Leben zusammen Katzen mit liebt und es für euch nur ein positiver Nebeneffekt ist, dass etwas Geld hängen bleibt, oder nicht? Na also. Dann verhaltet euch doch bitte auch so und hört auf, auf euren Prinzipien zu beharren. 🙂

Ich hoffe sehr, ich konnte einige Menschen durch diesen Beitrag etwas zum Nachdenken anregen. Vielen wird er sicherlich missfallen, das ist mir klar. Ich wünsche mir nur, dass dieser Bericht die Kluft zwischen „Vermehrern“ und Züchtern wieder etwas schließen kann, in der Hoffnung, dass man sich dadurch wieder langfristig auf einer Ebene treffen und sich mal wieder vernünftig unterhalten kann…

Eure Mel

Wenn euch der Bericht geholfen und gefallen hat, könnt ihr mir helfen zukünftig noch mehr Berichte dieser Art zu schreiben und mich unterstützen! 🙂 Mehr Infos dazu gibt es hier:
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44 Kommentare zu „Mythos Rassekatzen: Die Wahrheit über Züchter, Kosten, Papiere und deren „Standarts“

  1. Super Beitrag, bin da auch deiner Meinung! Ich wurde selber schon aus Gruppen und Foren rausgeschmissen, weil mein Birmakater mit 7 Monaten noch nicht kastriert ist! Finde so was eine sauerei, man wird regelrecht gemobbt!
    Sollten sich viele mal hinter die Ohren schreiben! Jedoch finde ich es auch gut das man auch Züchtet um so manche Rasse zu erhalten, nur übertreiben mit Qualzuchten wo Tiere keine Luft mehr bekommen usw sollte man nicht!
    Super Beitrag!

  2. sehr treffend formuliert, schon beinahe amüsant, wenn es nicht eigentlich tragisch wäre.
    Ich freue mich darüber, immer mehr von engagierten „nicht-vereins-Züchter“ zu hören/lesen.Ich habe mich nach sehr schlechten Erfahrungen mit Stammbaumzüchtern und deren Vereinen einer unabhängigen Gruppe angeschlossen und da handhaben wir das so, dass wir uns gegenseitig besuchen (kontrollieren). Wir legen den Fokus auf gute Halte- Aufzuchts- und Abgabebedingungen von unseren Katzen und Kitten (unsere diesbezüglichen Anforderungen sind einiges strenger als in den meisten Vereinen, wo dies leider häufig gar kein Thema ist)…
    Liebe Grüsse von einer liebe- und verantwortungsvollen „schwarz-zucht-pfui-böse-vermehrerin“ 😉

  3. Irgendwie werden die Kosten der Fahrten zum Tierarzt „vergessen“. Der TA unseres Vertrauens wohnt nach unserem Umzug leider 45 km weit weg; da wir dort aber immer superkompetent bedient werden und ihr die Gesundheit unserer Rasselbande sehr am Herzen liegt entstehen hier schon einige Kosten.
    Auch fallen die Kosten der Fahrt zum Deckkater weg. Im näheren Umkreis gibt es keine, der nächstgelegene mit Papieren wohnt einfache 80 km entfernt: Macht 2×80 km Hinbringen, + 2×80 km Abholen und ggfs. die gleiche Prozedur für die eventuell erforderliche Nachdeckung.
    Unsere Kätzin hatte im vorletzten Jahr 3 Junge gehabt (davon sind 2 gestorben), und im letzten Jahr ein Junges.
    Allein für den Deckkater waren 150 € fällig, Fahrkosten für den Deckakt 96 €, 2x zum TA auch noch einmal 54 €.

    Dies alles bitte oben mit einrechnen und schwupps sind wir (in unserem Fall) bei wenigstens 300 € Mehrkosten.
    Die Kitten hatten wir persönlich bei den neuen Besitzern vorbeigebracht, einmal 100 km einfach und einmal 20 km einfache Wegstrecke.
    Als Schutzgebühr nahmen wir je 300 €.
    Wahrscheinlich sind wir vom betriebswirtschaftlichen Aspekt her Vollpfosten, aber eben reine Hobbyzüchter.

    — Tom, etwas angesäuert vom obigen Pauschalabgewatsche.

    1. Hallo Tom,
      erstmal danke für deine Reaktion. Wie du siehst, werden die Fahrtkosten zum Deckkater in realistischer Höhe berücksichtigt- diese sind aber natürlich abhängig von Kraftstoff (Benzin oder Diesel, aktueller Preis), Fahrweise, Verbrauch des Auto`s etc… 96€, gebe ich dir recht, finde ich auch viel zu viel, aber es wäre natürlich interessant zu wissen, wie man genau darauf kommt. Wenn ich jetzt von unseren beiden Autos oder denen meiner Eltern ausgehe, kann ich sagen dass bei 4 unterschiedlichen Autos (von Polo, über Touran, bis hin zum Bulli) 100km zwischen 10 und 15 Euro kosten. D.h. bei euren 160km käme ich nicht mal auf 30 Euro… Und das mit dem Tierarzt: Ich verstehe natürlich, dass man lieber zum Tierarzt des Vertrauens geht, aber selbst hier auf dem Land, wo wir wohnen, sind in 10 km Umkreis 5 Tierärzte, die alle ihr Handwerk verstehen (wenn man mal den Sympathiefaktor außer Acht lässt). Deswegen muss ich vom Fahrtkosten-Aspekt leider sagen, dass es so wirkt, als hättet ihr es euch umständlicher und teurer gemacht als nötig 🙂
      Dass zwei eurer Jungen gestorben sind ist natürlich schlimm, das tut mir sehr leid. Das ist natürlich nicht nur emotional, sondern auch wirtschaftlich schade, da gebe ich dir recht. Dass ihr die Jungen auch noch vorbeibringt, finde ich toll, aber mit diesem Service bist du wirklich eine positive Ausnahme 🙂
      Liebe Grüße,
      Mel

  4. Hallo Mel.

    Kurz zur korrekten Berechnung von Fahrkosten:
    Fahrkosten setzen sich zusammen aus Spritkosten, anteilig Versicherung und Steuer, Verschleiß und Wertverlust (Rücklagen) des Fahrzeugs. Den Zeitaufwand rechne ich gar nicht.
    Gibt man die Verkaufsumsätze beim Finanzamt an, kann man Fahrkosten geltend machen und zwar aktuell 30ct / km.
    Beim VW Touran z.B. kommt man auf mind. 26,8 ct / km (15.000 km Jahresfahrleistung, Haftpflicht SF 28, TK).
    Ich habe in meinem Beispiel die 30ct angesetzt die das Finanzamt anerkennt:
    Fahrt zum Deckkater: 80km*2*0,30€ = 48€. Die Katze bleibt dort 2-3 Tage, also muss man sie wieder abholen: 48€
    Kitten zum TA bringen (Woche 8): 45km*2*0,30€ = 27€. Kitten zum TA bringen (Woche 12): 45km*2*0,30€ = 27€
    ————-
    gesamte Fahrkosten bis zur Abgabe: 48€ + 48€ + 27€ + 27€ = 150€.
    Dazu kommt noch die Deckgebühr (150€), somit liegen die Fixkosten bei 300€
    ————-
    Die variablen Kosten berechnen sich aus Futter (20€), Entwurmungsmittel (5€), 2xGrundimmunisierung (56€), Stammbaum (10€), Gesundheitszeugnis (10€) = 101€.
    Bei 4 Kitten natürlich alles mal4, Katzenstreu sowie Futter für das Muttertier rechne ich nicht mit dazu. Sie wohnt ja sowieso bei uns.
    ————-
    totale Kosten bei 1 Kitten (unser Fall): 300€ + 101€ = 401€. Ohweh, meine Frau gab die Katze viel zu billig her, wir sind noch 100 km zum neuen Zuhause gefahren (60€), somit haben wir 161€ Verlust gemacht. Beim anderen Kitten immerhin nur 113€ Verlust.
    Bei 4 Kitten sieht die Sache natürlich besser aus: (300€ + 404€) / 4 = 176€ + individuelle Transportkosten.

    Zur weiter oben angezweifelten Gesundheitsrücklage: Züchtern wird gewerbliches Handeln unterstellt, dadurch hat der Käufer weitgreifende Gewährleistungsansprüche auf die Kaufsache Katze. U.u. Nachbesserung, Rücknahme etc.
    Mit den 50€ wird wohl einkalkuliert, dass er 10% der verkauften Kitten zurücknehmen und. u.U. einschläfern lassen muss (Krankheiten etc.)

    — Tom

  5. Hallo, ich finde deinen Schreibstil echt klasse. Du triffst den Nagel auf den Kopf 🙂 Ich finde es echt klasse, dass sich mal jemand mit der Thematik auseinander setzt und dies so offen niederschreibt. Großes Lob

  6. Hallo Mel! Finde deinen Bericht super und stimme zu 100 Prozent zu. Wir haben unterschiedliche Erfahrungen gemacht wir haben eine Devon Rex vom sogenannten Verehrer. Dieser Kater ist unbeschreiblich die tollste Katze auf Erden mit 14 Wochen geholt und alles prima. Dann sollte es eine zweite sein diesmal vom Züchter Katze aus angeblich super Zucht scheu kränklich Knebelvertrag nicht gut sozialisiert etc. Alle meine Tiere die wir jeh vom Züchtet hatten wurden nicht so gut sozialisiert und waren auch nicht so Menschenbezogen wie die Tiere von den angeblichen Vermehrern. Natürlich gibt es auch gute verantwortungsvolle Züchter aber der Großteil will damit den Reibach machen bzw irgendetwas selbst nachholen was man dann mit Ausstellungen kompensiert. Egal ob Hund oder Katze ist immer das selbe! Wie gestern schon geschrieben wir haben auch im Moment Nachwuchs Perser Devon Rex Mix und ich bin überglücklich darüber! Es ist mein erster Wurf eins behalte ich selbst die anderen sind schon an Freunde versprochen und bei einem bin ich mir sicher meine Katzen werden komplett geimpft und endwurmt sein und auch erst ab der 12 Woche frühstens das Nest verlassen kennen Kinder Hunde und alltagsgerrausche da sie bei uns im Haus aufwachsen und nicht im Katzenzimmer! Glg Diana

  7. Mein persönliches Best Of wie-kommt-der-Preis-zustande fehlt (oder hab ich es überlesen??):
    Anfallende Kosten für Renovierung (tapezieren, streichen, Teppich bzw. Bodenbeläge) da der potente Kater markiert.
    Aber herrlicher Beitrag und sooooo wahr!!!

  8. sehr hilfreich. aber ich bin auch der meinung, wenn man sich ein tier katze, hund, etc ins haus holt, dann nur aus liebe und nicht mit dem Drang Geld zu machen.
    Ich persönlich hatte meine geliebte Katze, Stinknormale HausKatze türkischer Abstammung vor dem Ertränken retten können und habe sie, weil sie damals grad 2 Wochen alt war allen zum Trotz mit Pipette und Katzenbabymilch aufgezogen und mit ihr wundervolle 19 Jahre verleben dürfen bis sie eines Tages einfach von mir ging…
    Man sollte Tiere nicht dazu ausnutzen daran Profit zu machen, schon allein aus dem Grund würde ich mir keine Zuchtkatze holen, dann lieber eine aus dem Tierheim und ihr dann paar nette Jahre schenken…
    haben diesen link sofort geteilt, weil ich es bewundere, dass Du so ehrlich bist!

  9. sehr schön,
    mal ein offenes wort.
    was ich auch immer bei vielen berechnungen lustig fand.
    bei jedem einzelnen kitten wird der deckkater und der tierarzt
    als ganze position aufgeführt…..
    denn klar ein gibt ja auch nur ein kitten ( mag ja vorkommen )
    pro wurf und man fährt mit jedem einzeln zum ta.
    dann phantasiepreise beim impfen und ich
    kenne sehr viele tas die sogar „rabatte“ bei einem ganzen wurf geben.
    ich halte auch um die 250€ für realistisch.
    ausserdem ist es doch bei den meisten katzenbesitzern so,
    dass sie sich einen ta in der „nähe“ suchen,
    da manchmal auch hausbesuche gemacht werden müssen.
    war jedenfalls bei meinen katzen immer so.

  10. Ein ganz toller Bericht, du sprichst mir aus der Seele, ich denke genauso. Und ich bin auch eine die nur ein oder zweimal Katzenbabies haben möchte, weil es einfach schön ist, die Kitten aufwachsen zu sehen und ins Tierheim würde ich sie nie geben, dann bleiben sie halt bei mir, wenn sie keiner will, hab Platz genug.

  11. Endlich mal die Wahrheit! Habe auch zwei Katzen von Züchtern-also Rassekatzen 🙂 und die Züchter hatten so viel Ahnung von dem was sie machen, das war kaum auszuhalten! Egal ob es um Farbe oder Futter ging, nichts von dem was sie sagten hat gestimmt. Ich holte mir dann noch eine Katze beim Schwarzzüchter und ich behaupte die hat 10x soviel gewusst wie die anderen beiden zusammen.
    Aber was wird man verpönt wenn man sich selbst mit dem Thema Zucht beschäftigt und nicht beim Verein gemeldet ist! Oh weh!!

  12. Ich will gar nicht auf alles eingehen – zwei Sachen, die mir sofort durch den Kopf geschossen sind:

    1. Nicht nur in osteuropäischen Ländern werden Kitten zu früh abgegeben – das kann einem auch bei einem einheimischen „Schwarzzüchter“ passieren. Eine Vereinszugehörigkeit stellt neben dem Vorteil eines Stammbaumes (den man schon haben sollte, um eine zu enge Verpaarung zu vermeiden) auch den Schutz der Mutterkatze da – denn da ist in den Statuten ganz klar geregelt, wie häufig sie Kitten haben darf. Bei einem vereinslosen Züchter hat da keiner die Hand drauf und es kräht kein Hahn danach, ob die Katze 1 oder 3 Würfe pro Jahr hat. DAS alleine ist für mich schon ein Grund, mich für eine Vereinszucht zu entscheiden. Weil ich ja tierlieb bin und möchte, dass die Mamakatz nicht ausgebeutet wird.

    Der 2. Punkt ist deine Auflistung der Preise. Ich mag diese Auflistungen generell nicht – vor allem nicht, wenn dort Futter, Kratzmöbel, Spielzeug und der volle Anschaffungspreis aufgelistet sind. Für mich persönlich sind Zuchtkosten die, die ich habe, wenn ich züchte. Wenn ich mir also eine Zuchtkatze für 1200 Euro kaufe, dann kann ich nur 600 Euro einrechnen, denn als Liebhaber hätte ich 600 Euro für das Kitten bezahlt. Ich bin Liebhaber und hätte meine Katzen auch ohne Zuchtgedanken. Aber das ist meine Meinung. Welcher Preis bei dir nicht stimmt, ist definitiv die Deckgebühr. Bei meiner Rasse kommst du nicht unter 500 Euro fürs Fremddecken weg. Und je nach Stammbaum, Gesundheitsvorsorge und Titel wird es teurer.

    Es gibt auch schwarze Schafe unter den Vereinszüchtern, das will ich gar nicht schönreden. Aber im Idealfall überlegt man sich ein Zuchtziel, macht sich schlau in Sachen Genetik, Gesundheitsvorsorge und ja, auch zum Thema Ernährung und macht sich einen Kopf und testet bei seinen Zuchttieren alles mögliche durch und macht und tut. Das unterscheidet einen Züchter vom Liebhaber. Und das ist eine Menge Arbeit, Zeit und Liebe, die man da reinsteckt. Und dann kommen Leute, die sich als Liebhaber ausgeben und ein Kitten kaufen, um dann damit vereinslos zu züchten. Nicht jedes Liebchen wäre nicht zur Zucht geeignet, aber es gibt sie halt auch, die Liebchen, die eben nicht zuchttauglich sind.

    Und mit denen wir dann lustig vermehrt. Der Rassestandard gibt vor, wie eine Rassekatze auszusehen hat, für jede Rasse gibt es ihn. Ein vereinsloser Züchter, der mit Liebchen arbeitet, die diesem Standard nicht entsprechen, mag mit Sicherheit liebe Kitten züchten – aber möchte der Käufer nicht auch eine Rassekatze haben, die so aussieht, wie sie aussehen soll?

    Versteht mich bitte nicht falsch – ich werde die Welt nicht ändern – aber wenn es um Autos, Handys etc. geht, dann will jeder das teure Original, bei einem Lebewesen tuts aber dann ein Lookalike? Die meisten vereinslosen Züchter betreiben nicht die nötige Gesundheitsvorsorge, auch da mag es Ausnahmen geben. Aber ohne Stammbäume hat das nichts mit Zucht zu tun. So ein Stammi gibt wichtige Informationen, wenn man ihn denn dann lesen kann. Es gibt Linien, die einfach nicht miteinander passen, wo man es besser vermeiden sollte, sie zu kombinieren. Es gibt Vererber von Erbkrankheiten, die mittlerweile bekannt sind und die ich anhand des Stammbaumes ausschließen kann. Ohne Stammi kann ich das nicht sehen. Ich sehe nicht, wie eng die Verpaarung ist, je enger, desto schlechter kann es um das Immunsystem der Kitten stehen. Das sind alles so Dinge, die für mich immer gegen eine stammbaumlose Zucht sprechen. Denn Züchten ist halt mehr als einen schönen Kater auf eine schöne Katze zu setzen.

    Und zum Thema Ernährung: Ja, auch damit setzt sich ein Züchter auseinander. Jetzt ist das ein Thema, bei dem sich die Geister scheiden. Aber Fakt ist, dass viele Erkrankungen über eine gescheite Ernährung vermeidbar wären. Und wenn man Kitten in die Welt setzt und sie die ersten 12-16 Wochen begleitet, ist es dann nicht verständlich, dass man möchte, dass sie auch danach bestmöglich ernährt werden? Man kann doch einem Züchter jetzt bitte nicht vorwerfen, dass er sich mit der ganzen Thematik auseinander setzt und sich dazu auch Gedanken macht?

    Ich habe auch mit einem Mix angefangen und er ist für mich die schönste Katze der Welt und er wird jetzt 11 Jahre alt und ist kerngesund. Es gibt sie, die gesunden papierlosen Katzen – aber mir ist durchaus bewusst, dass ich Glück gehabt habe mit ihm. Es gibt sie auch, die kranken Kitten vom Vereinszüchter. Das will ich nicht abstreiten. Leider gibt es aber eben noch den Punkt, den wir nicht beeinflussen können – die Natur. Wenn ich alles teste und jede mögliche Gesundheitsvorsorge betreibe, dann habe ich das getan, was möglich ist, um gesunde Kitten zu bekommen. Ich könnte nicht damit leben, kranke Kitten zu bekommen, weil ich eben nicht alles getan habe, was möglich ist, um Erbkrankheiten auszuschließen. Aber das muss jeder, der ohne Vereinszugehörigkeit (und damit ohne das Stammbaumwissen) arbeitet für sich selber entscheiden – wie viel er in die Gesundheit seiner Kitten im Vorfeld investieren möchte.

    Ich hoffe, dass ich jetzt nicht unsachlich schräg von der Seite angemacht werde – aber das ist meine Meinung zu dem Thema. Noch längst nicht alles, aber alles zu schreiben, würde hier den Rahmen sprengen. 😉

    1. Hallo Michaela, vielen Dank für diese ehrliche, aber dennoch sachliche Kritik. 🙂 Ich gebe dir Recht, dass einige von mir angeführte Punkte unter „das muss jeder für sich selber entscheiden“ fallen. Angefangen bei der Frage, ob es wirklich eine Rassekatze sein muss oder doch eine Katze aus dem Tierheim. Ich kann mich dann entscheiden, ob ich bei einer Rassekatze Wert auf einen Stammbaum lege oder nicht. Da ist denke ich jeder Mensch anders, das sind alles persönliche Entscheidungen. Vlt mache ich den Fehler, dass ich bei allen Menschen einen gewissen gesunden Menschenverstand voraussetze, der ihnen sagt „dir muss klar sein, wenn du dich für Variante A entscheidest, hast du die und die Konsequenzen, bei Option B, könnte aber das und das passieren“… 😉 Ich persönlich finde es einfach nicht korrekt, wie du ebenfalls geschrieben hast, dass gewisse Kosten, die man mit den Elterntieren hat, auf die Kitten abwälzt – denn dies ist ebenfalls eine persönliche Entscheidung, ob man z.B. der Katze jeden Monat neues Spielzeug, alle drei Monate neue Toiletten kauft oder sie regelmäßig gesundheitlich durch checken lässt. Wenn es doch so wäre, dass diese Untersuchungen so zuverlässig sind und die Verpaarungen so viel kosten, WEIL man diese zuvor extra getestet hat – dann weiss man ja, dass sich die eigene Katze nicht angesteckt haben kann. Ist das nicht etwas widersprüchlich? Klar ist mehr Schutz immer besser als zu wenig. Und klar haben Vereine diese Richtlinien, dass es so sein muss. Es ist auch gut, dass es Regelungen innerhalb von Vereinen gibt. ABER: Diese Richtlinien kann sich nunmal jeder Verein selber aussuchen, es sind keine Gesetze. Insofern ist eine Vereinszugehörigkeit leider auch keine Garantie für ein gesundes Kitten. Im Gegenteil, wie du schon sagst, es gibt einen Faktor, der nennt sich NATUR. Ich kenne natürlich auch gute und verantwortungsbewusste Züchter, die alle Richtlinien (gerade die gesundheitlichen) strikt befolgen. Es hat sie aber auch nicht davor bewahrt, dass Kitten z.B. mit einer Spina Bifida auf die Welt gekommen sind oder ganze Würfe verstorben sind, weil die Babies zu früh kamen und deren Immunsystem noch nicht soweit war, oder oder oder… Dass man in den ersten Wochen der Kitten auf hochwertige Ernährung achtet ist ja auch sehr lobenswert, gerade wenn man den Aufwand betreibt täglich frisch zu kochen. Nur mal ehrlich – wer von den späteren Katzenbesitzern tut man denn damit einen Gefallen? Ich glaube die aller wenigsten erhalten die Ernährung dann genauso bei, wie vom Züchter vorgegeben. Die meisten steigen dann doch auf Supermarkt Futter und Streu um, was den Effekt hat, dass die Katze das überhaupt nicht gewöhnt ist und entweder das nicht verträgt oder Allergen entwickelt etc etc… Ich kenne so viele Dorfkatzen, die haben nie eine Tierarztpraxis von Innen gesehen und haben sich teils von Müll und Essensresten ernährt, die knapp 20 Jahre alt geworden sind. Ich kenne bisher keine Zuchtkatze, die so alt geworden ist, weil diese leider viel zu anfällig geworden sind. Aber ich gebe dir Recht, das ist ein Thema über das sich endlos lange diskutieren lässt und wo es nie eine einheitliche Meinung zu geben wird (aus eben dem Grund, dass alles einfach von „muss jeder für sich selber entscheiden“ abhängt) 😉
      Aber der heutige Tag hat mir lustigerweise doch wieder in einer Sache Recht gegeben: Ich weiss nicht wieso, aber nachdem ich monatelange keinen einzigen Kommentar zu dieser Seite erhalten habe, habe ich heute gleich 20 Stück erhalten (ich nehme mal an für meinen Blog wurde netterweise auf irgendeiner Seite Werbung gemacht ^^). Der Einzige, der davon wirklich sachlich war, war deiner. Alle anderen haben leider genau das o.g. Klischee bestätigt, der absolut uneinsichtigen und engstirnigen „Wir wissen alles besser, weil es so in unseren Regeln steht, ist einfach so und du hast ja keine Ahnung!“ Denker. Wirklich sehr schade… Nochmals vielen Dank und noch einen schönen Abend 🙂

  13. Ich habe mich, glaube ich, unklar ausgedrückt: Spielzeug, Futter, Impfungen Katzenschnupfen/-seuche und normale „zuchtunabhängige“ Tierarztbesuche – sprich, all das, was bei meinen Katzen auch anfallen würde, wären sie Liebchen, rechne ich nicht in den Zuchtaufwand ein. Lediglich den Aufpreis, den ich für ein Zuchttier zahle – den Liebhaberpreis ziehe ich vom Kaufpreis ab, den hätte ich eh bezahlt. Alle Untersuchungen, Tierarztkosten etc. die nur deshalb anfallen, weil es um die Zucht geht, gehen in meine persönliche Zuchtrechnung.

    Und ganz ehrlich – ich koche nicht für meine Katzen – das habe ich einmal bei 30 Grad im Schatten getan und habe mir von den Mäusen blöde Blicke antun dürfen, seitdem lasse ich solche Experimente und gebe Rohfleisch. Sie würden sich ihre Mäuse ja nun auch nicht abkochen 😉

    Zu dem Thema kranke Kitten. Angenommen, du hättest eine Rasse, die vom Thema HCM auch verstärkt betroffen ist und du würdest deine Tiere nicht testen und nicht schallen lassen. Und dann tritt der worst case auf. Deine Kittenkäufer sitzen vor dir und ihnen ist ihr 1 Jahr altes Kätzchen tot umgefallen. Die Patho hat dann ergeben, dass es sich um HCM handelt. Klar, unterm Strich bleibt es das Gleiche – ob du getestet hast oder nicht, die Katze ist tot – aber wie fühlt man sich dann als Züchter, wenn man im Vorfeld nicht alles getan hat, um das auszuschließen, dass genau dieser Fall eintritt? Kann man den trauernden Käufern dann noch in die Augen sehen? Das ist immer so die Frage…..

    Für mich gibt es keinen plausiblen Grund, ohne Vereinszugehörigkeit zu züchten – aber es wäre für die Katzen schon viel gewonnen, wenn sich diese Züchter wenigstens das Gesundheitsvorsorgeprogramm ihrer Rassen bei den Vereinszüchtern abschauen würden. Das würde ich mir wirklich wünschen.

  14. Meine Meinung deckt sich zu 100% mit der von Michaela.

    Wir züchten seit 13 Jahren im Verein und ich kann mich an jedes einzelne Kitten sehr gut erinnern. Wie es heisst und welche Farbe es hatte. Wir sind beim Buchstaben V. Wir wissen wo es wohnt, weil wir es hingebracht haben. Auch haben wir mit den meisten Käufern ein sehr gutes Verhältnis und stehen bei Fragen jederzeit zur Verfügung. Wenn möglich bleiben die alten Katzen bei uns ohne dass wir stapeln. Was die Kosten anbelangt, so mache ich da keine Aufstellung. Die Zucht ist mein Hobby und wenn ich reiten würde, würde es mich auch kosten. Wir haben seit Jahren den gleichen Kittenpreis, obwohl alles teurer wurde. Unser Tierarzt kommt heim zum Impfen, und das kostet auch extra.

    Ich arbeite in einem Tierheim und wir haben sehr selten Katzen mit Stammbaum in der Vermittlung. Viele Züchter nehmen ihre Katzen entweder zurück oder helfen bei der Vermittlung. Ausnahmen gibt es immer und schwarze Schafe auch. Dies ist aber dennoch keinen Grund ohne Papiere zu vermehren. Auch wenn ein BKH x BKH = BKH sein soll, ohne Stammbaum weiss man nicht ob Mutter und Vater wirklich auch ein BKH sind. Würden Sie sehen, wenn da ein Shorthair reingemixt wurde? Vielleicht sind die Eltern relativ eng verwandt? Auch wenn ich den einen in Hamburg kaufe und den anderen in München, sie könnten verwandt sein. Sie würden auch keinen Golf ohne Zulassungspapiere kaufen.

    Klar wird der Ruf der Rassenkatzen immer schlechter, eben weil sinn- und planlos mit irgendwelchen Tieren vor sich hinvermehrt wird. Ohne Gesundheitsvorsorge und genetischen Background. Augen auf beim Katzenkauf, dies gilt auch beim Kauf von Vereinszüchter. Man nehme 4 Leute und gründe selber einen Verein. Verein ist nicht Verein. Man kann beim Vereinszüchter genauso auf die Nase fallen, wie man beim Schwarzzüchter Glück haben muss. Bei jedem Auto oder Handykauf informiert man sich, aber beim Adoptieren von einem Familienmitglied bleibt der Verstand aussen vor.

  15. Hallo Mel
    Ein super Beitrag. ..besser hätte man Ihn nicht formulieren können.
    Ich War selber mal Züchterin und weil ich den quatsch nicht mitmachen wollte bin ich aufs schlimme gemobt worden…ich brauch garnicht weiter zu sagen….der Beitrag stimmt…föllig richtig….ich kann nur sagen toll das du dich traust

  16. Aline…..zu dir…. Toll das du 13 Jahre so züchtest vielleicht mit Herz und Verstand …ich kann zum Thema sagen ich habe eine Rassekatze via netz gekauft habe… Vater internationaler Champion laut Abstammungsurkunde Mutter ebenfalls Champion….War da bei der Familie habe Mutter und Vater gesehen….alle Babys liebevoll aufgezogen keine Frage , aber deutlichst dreckig…von Standards der Haltung nichts zu sehen. Tiere nicht geimpft bis heute bezweifel ich das sie bis von mir jemals ein Tierarzt gesehen haben. Am liebsten hätte ich alle mitgenommen. Fazit unsere Katze wurde im Namen des Rassevereins verkauft Papiere könnte man nachträglich beantragen 😥da ja Abstammungsurkunde ….beim telefonieren mit diesem ach so tollen Rassevereins wurde schnell klar das hier was nicht stimmte….die Abstammungsurkunde fand ich dann über Recherchen im Netz bei einer Zuchtkatze über den selben Verein😁auch mit der Besitzerin telefoniert…die sichtlich sauer war, weil ich ihre Kopie in meiner Hand hatte -habe sie nämlich aufgesucht….um zu erfahren woher meine Katze nun stammt. Fakt sie hat bis heute keine Papiere weil dieser Wurf nicht gemeldet war, der Name des vermeintlichen Züchters stand noch fast ein Jahr als Züchter im Register des 😍so tollen Vereins ….es ist richtig das es sicher mit mehr Kosten verbunden ist und ein Verein was hergeben soll aber so ist das für mich das beste Beispiel gewesen nie mehr eine Katze vom Züchter für teures Geld welches es nicht wert war bis auf Rennerei und Stress! Ich liebe diese Katze genauso wie mein Main Coon mix der aus einer heimischen vermehrer Familie stammt! Und werde sie bis zu ihrem Tod begleiten, aber sollte ich mir jemals noch eine zulegen, dann lieber von Hobby 😍Vermehrern die brauchen nicht für Papiere lügen😱…es ist nicht böse dir gegenüber 😀gemeint.

    Und zu Mel One super geschrieben !!!!

  17. Zu Michaela ich habe mich mit HCM beschäftigt und viele Meinungen sind der Meinung das diese Krankheit erst heraus gefunden werden kann wenn die Tiere ein Alter von vier Jahren aufweisen, sind wir ehrlich da hat eine Zuchtkatze ihre Zuchtlaufbahn meist schon beendet. Also kein Grund das als Kosten draufzuschlagen. Zum nächsten Thema Zitat von einer Vereinszüchterin “ Die meisten Stammbäume sind gefälscht“. Kann nur sagen bin sehr enttäuscht von den Vereinszüchtern habe drei BKHs meinen ersten kaufte ich bei einer Züchterin, die ihren Zuchtkater in einem Hasenstall hielt. Skandal!!!! Die zweite kaufte ich bei einem sogenannten Schwarzzüchter. Die dritte bei einem sehr bekannten Vereinszüchter. Die erste Katze ständig tränende Augen. Die Schwarzzuchtkatze sehr robust und die dritte Schnupfenkatze. Zudem bekam ich für den stolzen Preis von 650 Euro noch nicht mal einen Kaffee oder eine halbe Stunde Zeit um meine Fragen zustellen. Katze wurde an der Tür in die Hand gedrückt und Tschüß. Soviel zur Katzenliebe und wir schauen immer wo unsere Katzen hinkommen, Hauptsache man hat die 650 Euro dabei.Pfuiiii Wie will ich wissen wo meine Kitten hinkommen wenn ich die Leute an der Tür abspeise? Zudem wie in einem Beitrag oben schon erwähnt, ist es ein Geläster, Mobbing, Konkurrenzkampf unter den Vereinszüchtern das es einem schon an die Substanz geht. Wer neu anfangen will bekommt erst gar keine Zuchtkatze zukaufen, sondern muss ins Ausland ausweichen um überhaupt eine Katze mit Zuchtzulassung zubekommen. Liebe Vereinszüchter durch eure Arroganz vermiest ihr es neuen vielleicht Mitgliedern mit Papieren zu züchten. Da sage ich mir auch tue ich mir das ganze Aussenrum (Mobbing, schlecht machen u.s.w) an? Dazu kommt noch das gebettele um eine Zuchtkatze. Nein Danke!!! Dann züchte ich halt ohne Papiere.

  18. Tom du solltest dir vielleicht mal überlegen mit der Bahn zum Deckkater zufahren, kannst quer durch Deutschland fahren mit dem Wochenendticket für 30 Euro dann wäre dein Kittenpreis auch nicht so hoch. Hast dann keine Abnutzung, Versicherung u.s.w vom Auto. Das wäre doch mal was.

  19. Liebe MEL,
    super geschrieben,ebenfalls sehr interessant die “ GEGEN-ARGUMENTE“, trotzdem, bei aller LIEBE zur ZUCHT, es lebe doch die NATUR in allen LEBEWESEN und die ist EINZIGARTIG…..auch bei den KATZEN.
    In Erinnerung an meine geliebten Katzen, 1Hauskatze, 3Siamesen,1Burmese, 1Angora-mix

  20. Liebe Mel,
    ein wirklich ganz toller Beitrag, ein großes Lob an Dich. Es gibt sicherlich sehr viele Tierfreunde, die sich über die hochtrabende Arroganz so mancher Züchter geärgert haben und denen Du aus der Seele sprichst. Das Gleiche gilt auch für Hundezüchter. Ich habe mich auch schon oft über Beiträge geärgert, die ich in diesem Zusammenhang gelesen habe. Bei Fragen zum Vertragsrecht bzgl. Zuchtverbot mit angedrohter Vertragsstrafe, Liebhabertier, Zuchttier oder jegliche Frage zur Zucht etc., sind die Fragenden regelmäßig direkt als die vermeintlichen bösen Vermehrer in der Luft zerrissen worden. Wie eine Horde wildgewordener Fanatiker, wird auf dem Ahnungslosen rumgetrampelt. Die Überlegung, dass es doch grundsätzlich sehr lobenswert ist, sich informieren zu wollen und um Hilfe zu fragen, wird gar nicht erst in Betracht gezogen. Zu fragen um sich zu informieren, zeigt doch das Interesse sein Verständnis zu schärfen um Fehler zu vermeiden. Die vernünftige Beantwortung würde den Tieren sicherlich weitaus hilfreicher sein, als das unflätige denunzieren. Gerade so, als seien die mit derartigen Fragen die größten Tierschänder. Die Art und Weise in diesen Foren, entzieht sich komplett meinem Verständnis. . Da traut sich ja keiner mehr etwas zu fragen. Sehr traurig.
    Selbst den Kaufpreis geben manche Züchter nicht bekannt, mit dem einfältigen Argument, dass man nicht danach fragt. Schließlich geht es ja um das geliebte Tier. Oft steht schon in den Anzeigen, reine Preisanfragen werden nicht beantwortet. Also, wenn ich mir allgemein etwas kaufe, möchte ich zunächst wissen, ob ich es mir überhaupt leisten kann oder möchte, bevor ich mich auf ein vertiefendes Gespräch einlasse um dann festzustellen, dass der Kaufpreis meinen Rahmen sprengt. Das ist ohnehin reine Verkaufstaktik und hat nichts mit der Liebe zum Tier zu tun. Die Käufer sollen bei den hohen Preisen nicht gleich abwinken. Ich kann mir immer gar nicht vorstellen, dass derartige Züchter die Kaufinteressenten für so einfältig halten, nicht zu bemerken worum es dem Verkäufer geht. Das ist auch so unfassbar abgehoben.
    Das was dem ganzen noch die Krone aufsetzt ist, das sich die unterschiedlichen Vereine auch noch gegenseitig diskreditieren. Im Übrigen empfinde ich die Ausstellungstorturen, mit Trophäenjagd für die Zuchttiere auch nicht gerade vorbildlich tierliebend. Darüber hinaus kann jeder einen Verein gründen, deshalb gibt es u.a. auch zahlreiche freie Vereine. Was spricht also dagegen ohne Verein zu züchten, wenn man sich ausreichend informiert und nun einmal kein Vereinsmeier ist. Dazu sind Statuten zwar hilfreich aber belesen geht auch. Viele haben gar keinen passenden Verein in ihrer Nähe und bekommen nur wenige Informationen über die Zucht. Lediglich die Richtlinien und Ausstellungen. Ich kenne einige Züchter, die meisten sind Einzelkämpfer, nach dem bekannten Muster, learning by doing. Denn unter den Züchtern herrscht auch oft ein großer Neidfaktor. Es sind ja nicht alle, die privat züchten möchten, gleich per se Verantwortungslos. Außerdem finde ich, dass auch Mischlinge oder auch die Hauskatze ihre Berechtigung haben.
    Das elitäre Gehabe mit dem Anspruch der Alleinherrschaft über das Züchten finde ich übertrieben, weil selbstverständlich jeder einmal angefangen hat. Auch zu dem ewigen Argument, die Tierheime sind überfüllt (ausgerechnet von Züchtern), gebe ich mal unter folgenden Link zu lesen, zum Nachdenken:
    http://www.tiervermittlung-bw.de/wissenswertes/

    Warum ein Tier aus dem Ausland?
    Sicher hört man oft „…unsere Tierheime sind doch schon voll genug…müssen da noch Hunde/Katzen aus dem Ausland geholt werden?“
    Lassen Sie sich nicht verunsichern, sondern lesen Sie weiter:
    – auch die meisten deutschen Tierheime nehmen sehr gerne Hunde/Katzen aus dem Ausland zur Weitervermittlung auf, denn sie können der Nachfrage nur mit „deutschen“ Hunden/Katzen, gar nicht gerecht werden
    – oftmals finden sich in den deutschen Tierheimen leider nur die wirklich kaum mehr vermittelbaren Tiere. Wer holt sich einen 14 Jahre alten Schäferhund? Wer möchte den aggressiven Pit Bull? Wer ist bereit einer einäugigen Katze ein Zuhause zu geben? Seien Sie ehrlich – kaum jemand…

    Zufällig vermittelt meine Freundin sehr erfolgreich, für 380,00 € per Schutz-/Übernahmevertrag für einen Tierschutzverein Hunde aus der Türkei, Rumänien usw. .
    Woran liegt denn nun die angebliche Überfüllung der Tierheime? Ich persönlich finde die Tieraussetzer verheerend, weil sie im Vorfeld nicht sorgfältig überlegen. Ich kann nicht feststellen, dass bei wirklichen Tierliebhabern ein Mischlingshund weniger wert ist oder weniger geliebt wird als ein Rassehund oder eine Hauskatze weniger als eine Rassekatze. Leider stimmt allerdings oft das Argument, was nichts kostet ist nichts wert. Ich schätze andererseits auch die Vereinszucht und Rassetiere sehr. Das ist eine sehr wertvolle Arbeit, wenn sie aufrichtig betrieben wird. Die detaillierte Beschreibung des Tieres, u.a. Wesen und Größe, machen es leichter das richtige Tier für sich zu finden. Wenn es passt, trennt sich keiner von seinem Tier. Das kann man bei Mischlingen irgendeiner Herkunft nicht so genau wissen und das halte ich schon für sehr wichtig. Man nimmt sich ja auch nicht irgendeinen Lebenspartner.
    Zur Bemerkung von Michaela, bei den vereinslosen Züchtern kräht kein Hahn danach, wie oft die Katze wirft, ob 1 oder 3 Würfe im Jahr. Also 1 bis 2 Würfe im Jahr sind nach meiner Kenntnis gem. Vereinsstatuten normal, wenn kein Kaiserschnitt oder hoher Wurf vorgekommen ist. Auch Aline, die 13 Jahre züchtet hat, wenn sie bei V ist 22 Würfe gehabt, also 1-2 Würfe im Jahr. Ich habe mitbekommen, dass Züchter im Billigausland zugekauft haben und die Babys zum eigenen Wurf untergeschoben haben, in dem Fall Hunde. Haben alle fein Papiere oder bei mehr Würfen als erlaubt, einfach mal nicht dem Zuchtverband gemeldet. Die werden dann eben ohne Papiere verkauft oder wenn`s passt eine ihrer anderen Zuchttiere, die auch gerade geworfen haben untergejubelt um Papiere zu erhalten. Dann war es der Superwurf mit vielen Kitten/Welpen. Bei Katzen ist das noch einfacher als bei Hunden, die werden ja meistens nicht einmal geschippt. Könnte auch eine ganz andere Katze gleicher Rasse sein, für die man die Papiere einer anderen nutzt, wenn die z.B. wegen Krankheit/Unfall ausgefallen ist. Die Wurfabnahme der Vereine oder Tierarzt findet ja erst später statt. Bei der Geburt ist ja keiner dabei. Also die totale Sicherheit gibt es da auch ganz sicher nicht. So wie Du es schon beschrieben hast Mel, dass Dir Papiere für Deinen Mischlingswurf angeboten wurden, kann ich nur bestätigen. Wenn man mal Einblick hinter die Kulissen bekommen hat, kommt man aus dem Entsetzen gar nicht mehr raus. Auch von wegen die Käufer geben sich als Liebhaber aus und vermehren dann fröhlich lt. Michaela. Sicher die gibt es wohl auch aber jemand der sich seine erste Katze kauft, ist völlig Ahnungslos und ich habe das schon genau anders herum miterlebt. Durch Verschweigen und unterlassener Aufklärung, was ein Liebhabertier ist, einfach vor vollendete Tatsachen gestellt ohne Option, Hauptsache Konkurrenz vermeiden. Da wird getrickst um alle Vorteile für sich rauszuholen. Michaela beschreibt es ja so schön, da steckt so viel Arbeit, Mühe und Liebe drin aber das ist ja kein Freifahrtschein. Die Argumentation, das eine Zuchtkatze ja auch teurer ist hinkt, denn wenn der Züchter die Tiere als Zuchttier verkauft, muss er auch die Haftung für die Entwicklung zur Zuchttauglichkeit geben und das wollen die Züchter meistens nämlich gar nicht. Ebenso sind die erforderlichen Tests wie FIP, FIV, FELV, PKDIHCM, N/N, Schall HCM, Blutgruppe und Leukose etc. bei einem Liebhabertierverkauf eingespart worden. Sich aber ohne Risiken und Kosten, mit einer Vertragsstrafe weiteres Geld sichern wollen, ist ja wohl auch hinterhältig. Ebenso wurde in dem Fall die Kastration vertraglich bestimmt mit dem Nachdruck einer Vertragsstrafe bei Nichteinhaltung. Das Bedenken wegen einer möglichen Verletzung durch die OP besteht, wurde abgewunken. Die Bedenken kamen daher, dass bei einer Hauskatze, die Kastriert wurde ein Bauchmuskel durchtrennt wurde und die Katze dadurch einen Hängebauch hat. Zudem besteht immer die Gefahr, dass die Katze aus der Narkose nicht mehr erwacht. Der Schließmuskel kann nach der Kastration geschwächt sein, so dass die Katze inkontinent wird und noch einige Risiken mehr. Wenn sich jemand für 650,OO € und mehr seine Traumkatze kauft, möchte der nachvollziehbar vielleicht keine dieser Risiken eingehen. Der Züchter ist fein raus, er muss ja keinerlei Kosten und Risiken tragen, das ist ja wohl mehr als frech. Im Übrigen verstößt so eine Vertragsvereinbarung gegen das Gesetzt. Ob eine Notwendigkeit besteht, entscheiden der Tierarzt und der Besitzer und ganz sicher nicht der Züchter. Dennoch ist es gängige Praxis der Züchter, es in die Verträge zu schreiben. Hierzu mal folgendes:
    Kastration von Hunden und Katzen
    1. Gesetzliche Grundlagen und Definitionen Nach § 6 Abs. 1 des Tierschutzgesetzes in der geltenden Fassung vom 25. Mai 1998 (BGBl I, S. 1105) ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres verboten. Jedoch gilt das Verbot nicht, wenn der Eingriff im Einzelfall nach tierärztlicher Indikation geboten ist (§ 6 Abs. 1 Nr. 1a) bzw. zur Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung oder – soweit tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen – zur weiteren Nutzung oder Haltung des Tieres eine Unfruchtbarmachung vorgenommen wird (§ 6 Abs. 1 Nr.5). Der Tierarzt muss zum Wohle des Tieres abwägen, ob der Nutzen des Eingriffs mögliche Nachteile oder Risiken überwiegt.
    Michaela gibt zu bedenken: Ohne Stammbaum…Ich sehe nicht, wie eng die Verpaarung ist, je enger, desto schlechter… , dabei gehört auch die Inzucht und die Linienzucht zu einer Zucht dazu, genauso, dass man dadurch auch mal nicht so einwandfreie Kitten hat, die sogenannte Ausschuss Produktion.
    Ansonsten, hat Michaela schon Recht.
    Zur Zucht im Allgemeinen:
    Als Zucht wird in der Biologie die kontrollierte Fortpflanzung mit dem Ziel der genetischen Umformung bezeichnet. Dabei sollen gewünschte Eigenschaften verstärkt und ungewünschte Eigenschaften unterdrückt werden.

    Zuchtmethoden:

    Reinzucht (Fremdzucht einer Rasse)
    Hierbei handelt es sich um die gebräuchlichste Zuchtmethode.
    Die Reinzucht basiert auf dem Ziel, den für die Rasse bestehenden Genpool zu erhalten und zu verbessern.

    Inzucht (Verpaarung enger Blutsverwandter, Eltern * Kind, Onkel, Tante * Nichte, Neffe usw.)
    Die Inzucht ist für die Merkmalausbildung innerhalb einer Rasse außerordentlich wichtig, und hat trotz aller Bedenken, ihren festen Platz in der Tierzucht.

    Linienzucht
    Die Linienzucht stellt eine Kombination zwischen Inzucht und Reinzucht dar.
    Katzen, die aus einer Linienzucht hervorgegangen sind, kann man oftmals – allein von ihrem Äußeren – dem entsprechenden Züchter zuordnen, da bestimmte Merkmale, über Generationen gleichbleiben erhalten bleiben.
    Mit der Linienzucht werden wünschenswerte Eigenschaften einer Rasse durch die Planung verwandter Partner gefestigt und Fehler durch Paarung ausgemerzt, deren Linie von diesen Fehlern frei zu sein scheint. Durch die Verdoppelung der zumeist rezessiv vorhandenen Fehler macht sich zumeist sofort bemerkbar.

    Kreuzungszucht (Outcross)

    Es ist auch ein Ammenmärchen, das die alten Katzen alle bei den Züchtern verbleiben und dort alt werden. Auch die Abgabe gehört zu einer Zucht dazu. Meistens haben Züchter ja um die 4 zuchtfähige Katzen plus Zuchtkater. Die Katzen werden in der Regel bis zum 6. Lebensjahr zur Zucht genommen. Es wird rechtzeitig für eine Nachzucht gesorgt und dann wären es schon 8 Katzen plus Kater. Immer denselben Genpool kann man auch nicht nehmen, also auch mal ein weiterer Kater usw.. Wenn man kein Animalhoarding betreiben möchte, muss man schon abgeben. Bei der gewerblichen Zucht vervielfältigt sich alles noch mal. Diese beginnt ab fünf fortpflanzungsfähigen Katzen oder mind. 5 Würfe pro Jahr.
    Zu Aline möchte ich anmerken, dass Sie bei 22 Würfen in 13 Jahren, bei vermutlich durchschnittlich 3 Welpen pro Wurf ca. 66 Kitten hatte. Das nenn ich mal Elefantengedächtnisleistung, sich an alle 66 Namen und Farben zu erinnern. Ich müsste mir das aufschreiben. Top Ausnahmeleistung, wie ich finde und wohl nicht der Standard.
    Nach meiner Erfahrung bewegen sich Züchter meistens gerade so unterhalb der genehmigungspflichtigen Zucht nach § 11 (1) Nr. 3a des Tierschutzgestzes (TierSchG). Die Erlaubnis erteilt das zuständige Veterinäramt. Das wollen eben viele nicht. Kontrolliert werden und eine Prüfung ablegen, denn das ist nicht ohne. Die Erlaubnis ist mit Befristungen, Bedingungen und Auflagen versehen. Fachliche Kenntnisse und Fähigkeiten müssen vorhanden sein und werden geprüft, entsprechend vorgeschriebene Räume und entsprechende Einrichtungen müssen vorhanden sein, polizeiliches Führungszeugnis muss vorgelegt werden usw.. Sind das nun deshalb die allerbesten Züchter? Genauso Quatsch, wie die so oft als Vermehrer beschimpften Menschen, die auch gerne züchten möchten.
    Hier nachzulesen:
    http://www.firedevils.de/Firedevils/html/Infos/Genehmigungspflichtig.htm

    Zu guter Letzt, möchte auch ich sagen, dass ich Vereinszucht und reinrassige Tiere sehr schätze und selbstverständlich gibt es vermutlich in der Mehrzahl seriöse Züchter aber sie sollten nicht direkt mit Kanonen auf Spatzen schießen. Lieber mal etwas mehr Toleranz und Verständnis für andere Mitmenschen und anderes Denken zeigen und lieber mal freundlich erklären, warum die Vereinszucht besser ist. An dieser Stelle möchte ich mich den Vereinszüchtern wegen ihrer Kitten Preise anschließen. Aus Betriebswirtschaftlicher Sicht sind alle Ausgaben den Einnahmen entgegen zu rechnen. Dazu gehören selbstverständlich alle Ausgaben die Tom genannt hat, er hat noch nicht mal alle Fahrzeugkosten genannt. Ebenfalls alle Ausgaben die Michaela genannt hat und noch sehr viel mehr. Dazu gehören auch selbstverständlich die Anschaffungskosten der Katzen, manche holen sich exotische Exemplare extra aus den USA oder fahren eben zu einem Deckakt bis ins Ausland. Dazu gehört es sich Rücklagen zu bilden, für Neuanschaffungen aller Art, die Betriebsbedingt sind und für evtl. auftretende Krankheitskosten der Tiere. Da können schnell mal extreme Summen anfallen, Tierarztkosten sind nicht ohne. Dazu gehören auch Anschaffungskosten für ein PC, sonst könntest Du keine Anzeigen schalten, Telefon, jegliche Art der Büroausstattung und Material, sämtliche Einrichtungs- und Renovierungskosten, Strom-, Wasserkosten, anteilige Raummiete usw.. Putzlappen, Putzmittel und was weiß ich noch, einfach absolut alles was anfällt. Das Risiko eines Kaiserschnitts mit anschließender Kastration oder Tod der Zuchtkatze. Der Ausfall der Katze und die Neuanschaffung um weiter zu machen. Manche holen sich die für sie absoluten Besonderheiten, die extrem teuer sind. Die Ausstellungen schlagen mit hohen Kosten zu buche, durch große Anfahrwege und extrem viel Zubehör, Käfig mit extra Gardienen und sämtlichen Schnickschnack. Vereinsgebühr etc .. Wenn Du alleine die Arbeitsstunden mit Mindestlohn rechnen würdest, könntest Du die Katze nicht bezahlen. Das ist die Liebe zum Hobby und die Preise sind mehr als gerechtfertigt. So läuft es in der Wirtschaft, ansonsten geht man Pleite. In der Ernährung, das wissen wir selber ist Bratwurst billig und Steak teuer, so sind auch hier enorme Kostenunterschiede. Es gibt Kleider für 20.000,00 € und für 5,00 €. Die Verkaufspreise kann man nicht pauschalisieren. Kitten von Weltchampion sind eben berechtigt um ein vielfaches teurer als Kitten ohne Stammbaum. Der Markt funktioniert nach Angebot und Nachfrage, so läuft unsere Marktwirtschaft. That`s life, Trotzdem rege ich mich über Elitegehabe und das runtermachen extrem auf. Die Katzenkacke riecht auch nicht rosiger von den teuren Katzen, als die von Deiner und alle Menschen kochen auch nur mit Wasser, auch das letzte Hemd hat keine Taschen. Wozu also immer dieser Anfeindungen? Ich habe Jahrelang diese Attacken gelesen und mich immer schön rausgehalten. Ich war immer Zuschauer aber Dein mutiger Beitrag Mel, hat mich jetzt auch mal aufkreischen lassen. Seid freundlich miteinander, alles hat seine Berechtigung.

    LG

  21. Juhu es gibt doch jemand der genauso denkt wie ich! Ich finde es klasse geschrieben und sehe es genauso. Toll gemacht.
    P.S.Das sollte man mal auf Facebook in bestimmten Katzen Gruppen teilen.

  22. Ich finde es sehr mutig und richtig, dass hier auch mal einer gegen die Züchterlobby argumentiert und nicht nur gebetsmühlenartig wiederholt was da teilweise von sich gegeben wird. Dieses Konkurrenzgehabe unter den Katzenhaltern geht mir auch gehörig gegen den Strich. Deswegen würde ich auch jeden Katzenbesitzer davon abhalten, sich von Forenbeiträgen verrückt machen zu lassen und lieber einen erfahrenen Katzenhalter oder Tierarzt fragen. Nur zu oft wird man in Foren teilweise wegen Kleinigkeiten auseinandergenommen und das nur, weil man sich nicht der „Mehrheit“ anpasst. Seit ich weiß, was in der Rassekatzenzucht so abgeht(Inzucht, Qualzuchten etc.) hätte ich gar keine Lust mehr irgendwan mal so viel Geld für eine Rassekatze zu bezahlen. Dann lieber eine Katze von Privat wie meinen Kater. Ich würde zwar ebenfalls nicht alle Vereinszüchter verteufeln wollen, aber eigentlich vermehren diese Leute auch und zwar im großen Ausmaß. Deswegen finde ich den Begriff „Vermehrer“, der leider auch oft von Tierschützern verwendet wird, hier mehr als scheinheilig. Am Ende fürchtet man sich doch nur vor der Konkurrenz und der versucht man zu schaden indem man erstmal grundsätzlich alle Privatleute ohne Verein verteufelt und geradezu Rufmord betreibt. Da werden erstmal alle mit Tierquälern gleichgesetzt aber wehe einer macht das Gleiche mit ihnen. Dann fühlt man sich natürlich angegriffen.
    Diese Scheinheiligkeit, dass nur Vereinszüchter ihre Berechtigung haben weil sie ihre Rasse „erhalten“ oder „verbessern“ geht mir langsam auch auf die Nerven. Das kann man ja so sehen aber das ist doch rein subjektiv ob man eine Rasse schön oder erhaltenswert findet oder nicht. An sich sind das auch alles „nur“ Katzen die man vermehrt. Ob Hauskatzen oder Rassekatzen, das macht ja wohl nicht den großen Unterschied. Das sehen aber einige anders. In einem Hundeforum hat einer mal grundsätzlich alle Bauernhunde (Mischlinge!) als „genetische Krüppel“ bezeichnet. Und das wo wir doch eigentlich wissen müssten, dass die meisten Probleme und Erbkrankheiten bei Haustieren gerade erst durch die Zucht zu einem Problem geworden sind (siehe oben). Das weiß man als Züchter natürlich aber man will ja den Standard erhalten. Woanders stellt man es dann so hin, als ob man sämtliche Krankheiten nur mit Untersuchungen verhindern könnte, vergisst dabei aber das wesentliche. Dazu hat es auch schon Studien gegeben aber das kehrt man gerne mal unter den Teppich. Jedenfalls steckt da einfach eine riesige Lobby dahinter(bei Hunden noch schlimmer)

    Es gibt überall schwarze Schafe und zum Glück auch genug „ordentliche“ Leute, denen wirklich noch etwas an den Tieren liegt. Bei einigen hat man aber den Eindruck, dass sie Angst haben man könnten ihnen was wegnehmen und deshalb gegen alles und jeden wettern ohne, dass sie denjenigen überhaupt kennen. Natürlich gibt es genug Privatleute, die nicht unbedingt verantwortungsvoll sind (wie man das auch immer definieren mag) aber diese Horrorszenarien, die immer wieder aufgeführt werden wenn es um Zucht geht haben meist nicht viel mit der Realität zu tun. Ich würde einfach jeden bitten, sich da nicht so extrem beeinflussen zu lassen und vorallem nicht alles zu glauben. Es schadet auch nicht, wenn man andere Leute für ihr Handeln nicht sofort verurteilt solange man über diese Personen so gut wie nichts weiß.

    1. Wer die Wahrheit sagt, der braucht ein schnelles Pferd. Chin. Sprichwort.
      Ich selber bin Guppyzüchter. Zierfisch! Auch da gibt es Hochzuchtrassen und Standards, genauso wie auch bei Schwertträger, Platy und Co.
      Auch da gab es solche elitären Vereine. Sie sind ausgestorben. Zum Schluß nur noch misepetrige, in ihrer Selbstgefälligkeit gefangene Stur-Prolls, die sauer waren das keiner mehr mit ihnen was zu tun haben wollte weil die 1. Handlung bei Neumitgliedern oder Vereinslosen nach deren Vorstellung darin bestand, ihnen ihren knallroten, aufgeblasenen „GURU-HINTERN“ einzucremen und zu pudern.
      Ist Professor Zimbardo egtl ein Begriff? Der Film „Das Experiment? oder Die Welle? Sie beruhen auf realen Experimenten v. Zimbardo. Der einfachste Weg, sich selbst aufzuwerten ist… andere abzuwerten! Selbstbewußtsein und ein positives Selbstbild sind gut und nötig… fehlen dabei aber 3 Dinge, gehts i.a.R. schief.
      1. Die regulierende Antipode fehlt. Ja, ich weiß mehr als der Neuling aber weiß ich, ob der nicht doch ein gutes Händchen hat und in 2 Jahren sehr gute Ergebnisse bringt? Bin ich selbst immer wirklich so toll oder sollte ich mich etwas achtsamer benehmen und täglich schauen, das ich mich bemühe? Dann darf ich mich auch über meine Erfolge freuen!
      2. Die sogenannte 3. Person oder auch Systembeobachter. Ist das, was ich vertrete, überhaupt insgesamt noch stimmig mit der Situation? Kann es sein, das ich schon neben der Mütze laufe?
      3. Welche Grenze setze ich mir? Wann ist da eine Toleranzgrenze überschritten? Setze ich mir keine Grenze, geht Überheblichkeit tröpfchenweise immer weiter und weiter, schließlich tut es doch dem Kern-ego so gut und wenn da niemand was dagegen sagt…?!?

      Gier frißt Hirn. Auch richtig ist… Status frißt Hirn!!! Und das ist genau in der Katzenszene der Fall. Selbstüberhebliche und Selbst-Ego-pudernde Arroganz.
      In einem Seminar: WIIIR mobben nicht! Danach wurden die TN in 2 Gruppen eingeteilt und die eine schrittweise bevorzugt und die andere schrittweise gedemütigt. Es hat knapp eine Stunde gedauert und die bevorzugte hat die andere gemobbt. Oh sicher auch mit mitfühlendem Blick (von oben herab) aber geduldiger Wortwahl wie zu einem dummen Kind. Ist der Inhalt des Liedes überheblich, macht eben nicht nur der Ton die Musik!
      Kurz und gut. Arroganz geht schnell und schleichend. Gerade die Katzenzüchter(innen … denn es sind meistens Frauen) haben für mich da massiv eine Grenze zur Stimmigkeit überschritten.

      Ich habe mir mal einen Vertrag schicken lassen wegen einer BKH. Eine Züchterin (BKH v. Blum…tha…)
      Der Käufer verpflichtet sich zur Kastration. BITTE? Wenn ich die Katze kaufe, entscheide ICH darüber!!!
      Wenn ich ein Auto kaufe, entscheide ICH darüber, ob ich es umlackiere oder nicht!!!

      Sollte doch eine Paarung erfolgen, egal ob rasserein oder rassefremd, sollte ich mich zu einer Nachzahlung von weiteren 550€ verpflichten. WIE BITTE???
      Wir haben egtl. nicht vor zu züchten. Sollte es uns aber mal in den Kopf kommen…
      HALLO?!?! ICH bin dann der BESITZER der Katze … und ICH entscheide dann nach MEINEM besten Wissen und Gewissen ob ich eine Paarung machen lassen oder nicht!
      Eine Nachgebühr deswegen??? Wenn ich einen Teppich kaufe… für meinen Flur… dann hat mir der Verkäufer auch keine Gebühr im Nachhinein abzuverlangen, wenn ich MEINEN TEPPICH doch ins Wohnzimmer lege… oder MEIN umlackiertes Auto damit auslege!!!
      Die spinnt doch!!!
      Sollte ich die Katze veräußern wollen, so hätte sie das Vorkaufsrecht – gut – kein Problem!
      Der … JETZT kommts… der Rückkaufspreis … darf aber max. nur die Hälfte des Verkaufspreises betragen, den ich ihr bezahlt hätte!!!
      Also manche laufen soweit neben der Mütze, das sie den Sombrero – selbst mit 3 meter Durchmesser und 5m Höhe schon nicht mehr sehen!
      DAS sind unseriöse, elitäre und unprofessionelle Züchter!
      Ich würde mich zu Tode schämen, wenn ich meine – auch Klasse A- Tiere mit solchen unsittlichen Knebelverträgen abgeben würde. Es ist hochbeleidigend, Menschen mit solchen Regeln als vorherein minderbemittelt und potentiell fragwürdig (Katzenzuchtausbeuter) hinzustellen.
      Die Preise, die so schon verlangt werden… auch wenn glitzernde hochheilige Tierliebe gepredigt wird – ist das doch meist nur Selbsttarnung für ein saftiges Profitstreben… was nat. auch seine Berechtigung hat.
      Dazu kommt der ständige Drang der Selbstbestätigung. Das kann schnell gefährlich werden.

  23. Ich gehe jetzt nicht speziell auf die Züchter ein (ich kenne dieses Getue und auch die Rechnungen auch von den Vogelzüchtern, da hat mal ein Bekannter versucht mitzumachen, was ein Volk…) aber: es ist so schön zu erfahren, dass es Menschen gibt, denen es beim Lesen in diesen einschlägigen Foren genauso geht. Ich bin glücklicherweise nie in der Situation gewesen, aus dieser Art Foren Antworten bekommen zu müssen. Die Art und Weise, wie dort mit „normalen“ Katzenhaltern-besitzern-liebhabern-usw. umgegangen wird ist, gelinde gesagt, erstaunlich. Vor allem, wenn man dann feststellt, dass die meisten Schreibenden „Züchter“ oder selbsternannte „Katzenretter“ sind. Das heißt. sie stellen den Körper ihrer Katze zur Verfügung, (und jetzt sage ich die bösen Worte) um Geld zu verdienen…. . Aber Katzenbabies „just for fun“ oooohhhhh, das ist des Teufels….. hier wird so oft an der Grenze zur Beleidigung auf Anfragende reagiert, dass ich mich fragen musste, wie sind diese Menschen im „real life“???? Natürlich sollte es gut überlegt sein, ob man , bzw. die Katze Nachwuchs bekommt; aber es kann auch einfach passieren. Und es ist kein Verbrechen…. ich freue mich über deinen unaufgeregten Blog und auf unseren Katzennachwuchs (der trotz Pille entsteht) und da in den besagten Foren jetzt ein Aufschrei erfolgen würde, jaaaaa ich kenne mich aus, wir hatten schon mal Nachwuchs (böse;)) und nein, deswegen gehe ich jetzt nicht jede Woche zum TA;)) und nein ich werde die Babies nicht an der nächsten Ecke aussetzen und auch nicht bei EBAY an gewissenlose Menschen verscherbeln…

  24. Hallo mel, deine hp sollte man einigen “rasse züchteten“ als Lektüre geben sehr schön geschrieben gefällt mir sehr gut. Das ging mir selbst schon oft genug so das man als vemehrer betitelt wurde nur wen man sich Infos einhollen möchte um selbst mal 1-2 würfe zu haben . Das beste was mir bisher schon einige male passiert ist das ich im Gespräch mit rassezüchtern festgestellt habe das diese wirklich null Plan hatten von der mendlischen vererbungs leere , da fragt man sich wirklich wie diese den züchten können !? Und das als rassezüchter, schon sehr traurig.

  25. Ich habe kürzlich meine zwei Rassekatzen bekommen und durfte dafür Bekanntschaft mit einzigen Züchtern dieser Rasse machen. Dadurch, dass ich beruflich Jahresabschlüsse, Bilanzen und Steuererklärungen erarbeite, ist es für mich ein leichtes auszurechnen wie hoch der Gewinn einer Züchterin mit etwa 2 Würfen im Jahr, je 4 Kätzchen zu je 500 – 1000 Euro ausfällt. Bei so einer Summe braucht niemand Angst vor dem Finanzamt haben. Die Unehrlichkeit was die Gewinnerzielungsabsicht bei einem Wurf betrifft finde ich seltsam. Als wenn es unehrenhaft wäre sich etwas für seine Mühe und Zeit (Du hast die Kosten für die erbrachte ZEIT nicht berücksichtigt. Nehmen wir den Mindestlohn von 8,50 die Stunde und gehen wir von einer Beschäftigung mit den Kätzchen und Pflege von 1 Stunden am Tag aus (aktiv Beschäftigen, erziehen und Sauber machen etc (nicht nur zugucken und ohhh~ seufzend)) und dass die Kätzchen in der 12 Woche verkauft werden. Dann ergibt sich ein aktiver Arbeitsaufwand von 84 Tagen x 1 Stunde Täglich x 8,50 EURO = 714,00 € für einen ganzen Wurf, also pro Katze 178,50 €.
    Du zahlst bei einem Handwerker ja auch nicht nur Materialkosten sondern auch den Lohn der Handwerker. Daran ist für mich nichts auszusetzen. Natürlich könnte man nun sagen, dass diese Zeit ein Vergnügen ist und daher nicht berechnet werden sollte, aber nach dieser Argumentation sollte jeder, der seinen Beruf liebt für weniger Geld arbeiten gehen. Ziemlich unlogisch.
    UND, der Wert einer Katze ergibt sich daraus was der Verkäufer dem Tier für einen Wert zuschreibt und was der Käufer zu Zahlen bereit ist. Ein Verkäufer kann also durchaus sagen, dass das Tier für ihn 1.500,- wert ist. Wer dieses Tier kauft, dem war das Tier 1.500,- wert. Es hat dadurch nichts mit Wucher zu tun oder so. Macht die Katze aber biologisch betrachtete nicht besser als die gewöhnliche Straßenkatze.
    Worauf ich eigentlich hinaus wollte…:
    nachdem ich von einer Züchterin verarscht wurde, die meine zwei Wunschtiere einfach an einen Höher bietenden abgab (es kam heraus, weil sie in den Sozialen Netzwerken nicht den Mund halten konnte), kam ich mit einer anderen Züchterin in Verbindung.
    Ich habe meine zwei Rassenkatzen dann von ihr bekommen, da sie ihre Zucht auflöst, weil sie einen schweren Unfall hatte und körperlich nicht mehr in der Lage war ihre Katzen zu versorgen. Darum gab sie auch ihre Zuchtkatzen ab. Für den Preis der Kastration. Ihre größter Wunsch an mich war, dass ich NIEMALS Bilder von den Katzen in den Fangruppen der Rasse veröffentliche, denn es hat sich bei meinen beiden Schätzen um ausgezeichnete und preisgekrönte Tiere gehandelt, die innerhalb der Gruppen wiedererkannt werden können, welche man ihr unter Züchtern bestimmt für bis zu 2.000 € abgenommen hätte. Ich habe sie beide für eine Null weniger bekommen. Wie gesagt Kastrationspreis. Da wurde mir auch das ganze Ausmaß vom MOBBING unter den Züchtern klar. Was sie sich anhören müsste, wenn die ‚Freunde‘ im Verein erfahren, dass sie ihre Goldkinder zu jemandem gab, der die Katzen nur lieb haben will und keine Preise oder neue Goldkinder schaffen will (Stammbaum und Ahnentafel wollte sie als Erinnerung behalten, ich hatte eh keine Verwendung dafür). Ich bin schließlich einer dieser blöden Menschen, die nicht auf Ausstellungen gehen, nicht in einen Verein wollen, sondern den Katzen nur ein Loch ins Fell streicheln will und meine Freude daran haben will, wenn die eine Wäscheklammer durch die Wohnung kicken.

    1. Hi Alexandra,
      danke für deinen Beitrag 🙂 Mit deiner Argumentation hast du grundsätzlich vollkommen recht. Allerdings gehöre ich halt zu denjenigen, die sagen: Mir macht es in erster Linie Freude die kleinen Fellknäule rum hüpfen zu haben und das sehe ich nicht als Arbeit an, für die ich bezahlt werden müsste, im Gegenteil! 😉 Aber da spalten sich natürlich die Lager, gebe ich dir Recht.

      Den letzten Punkt, den du ansprichst, mit dem Mobbing: Das ist ja genau das, was ich mit meinem Beitrag zeigen möchte… Dass man heutzutage ein schlechtes Gewissen haben und es verheimlichen muss, wenn man zwei prämierten Rassekatzen ein liebevolles Zuhause gibt, finde ich einfach unmöglich und extrem traurig!
      LG

    2. Hallo Alexandra,
      auch ich gebe dir grundsätzlich recht, es hat etwas den Wert, welcher von Verkäufer/in und Käufer/in festgelegt bzw. bezahlt wird.
      Nun geht es hier aber um Tiere und die Tatsache, dass gewisse Rassen zu immer teureren Preisen verkauft werden (bei uns in der CH locker mal 1300.- CHF =ca 1400.-Euro) für ein „normales“ Liebhabertier, lockt leider auch viele Menschen auf den Plan, die mit der Zucht Geld machen wollen. Ich habe sowohl in DE als auch in der CH ganz schlimme Stammbaum-Zuchten gesehen wo es um genau das ging: Geld-machen. Die Tiere wurden schlecht gehalten und waren verstörte neurotische Wesen, aber mit Stammbaum und Pokal im Schrank (jaja ich weiss, dass es ganz wundervolle Stammbaum-Züchter gibt 😉 aber eben genau wie bei freien Züchtern gibt es solche und solche…)
      Ich behaupte ganz fest: Züchten sollte ein Hobby sein, denn nur dann werden die Zuchttiere liebevoll und artgerecht gehalten und die Kitten zu charakter-starken, gesunden Katzen herangezogen. Dass Tierarztkosten und gesundes Futter mit dem Kaufpreis der Kitten abgegolten werden, dafür spricht für mich nichts, das ist im Gegenteil an Anreiz, hier nicht zu sparen. Auch sollte ein Tier nicht verschenkt werden, aber was hier hier abgeht -und Mobbing unter Züchtern ist gang und gäbe -ist leider häufig nur traurig und daran sind die m.E. überteuerten Preise mitschuld.

  26. @Alexandra: Also ich finde 1 Std. pro Tag für eine liebevolle, verantwortungsvolle Kittenaufzucht recht wenig. Schon allein wenn ich bei der Fütterung dabei bleibe, um zu schauen ob alle Kitten gut fressen, wie sie das Futter annehmen bin ich bei 4-5 Mahlzeiten, wo ich mir 10-20 min Zeit nehme schon bei der ersten Stunde. Dann die Sozialisierung und Prägung auf den Menschen also viel Liebe, Geduld, Streichel- und Spieleinheiten und dann natürlich noch die Katzenklos mehrmals täglich säubern, die Auslauf der Kitten sauberhalten und um die erwachsenen Tiere muss sich auch noch einer kümmern. Wer da mit nur einer Stunde am Tag hinkommt, da kommen mir die Katzen aber deutlich zu kurz dabei weg.

    @Mirjam: Es wäre schön, wenn die Käufer sich davon nicht blenden lassen würden, sondern sich ausreichend informieren und genau anschauen, von wo und von wem sie sich ihre Kitten holen. Es geht nicht um Pokale, es geht um eine liebevolle, verantwortungsvolle Aufzucht und einen ebenso liebevollen und verantwortungsvollen Umgang mit den Tieren. Der Stammbaum ist für mich auch nicht wichtig, gehört aber zur Rassekatzenzucht dazu, ohne Stammbäume ist verantwortungsvolle Zucht nicht möglich, nur darf man den Umkehrschluss nicht ziehen, ein Stammbaum sagt noch lange nicht aus, dass es sich hier um eine seriöse und verantwortungsvolle Zucht handelt.

  27. Erst Mal muss ich sagen..danke, danke, danke an alle Kommentatoren, dass ihr euch alle objektiv kritische Gedanken zum Thema macht. Denn das lässt sich von einschlägigen Foren leider nicht sagen (Vorwürfe, Beleidigungen ect. pp). Als ich mir meine Bengalin angeschafft habe, hatte ich sogar vorab das Gefühl als wäre es illegal, dass sie auch einen oder zwei Würfe hat, wenn ich nicht im Verein bin, und die Katze nicht als Zuchtkatze registiert ist. Um sicherzugehn habe ich im Kaufvertrag gewisse Klauseln vermerken lassen und vorab habe ich mit der „Schwarzzüchterin“ 😉 über meinen Wunsch gesprochen. „Schwarzzüchterin“ deshalb, weil sie nicht im Verein ist, obwohl sie Papiere für die Mutterkatze hat (ich habe eine Kopie davon) und auch der Deckkater war ein reinrassiges Tier mit Papieren. Die Blutlinie meiner Katze kann ich also nachvollziehen. Inzwischen habe ich mich auch recht umfangreich informiert, und zwar durch die leider nicht sehr zahlreichen Publikationen speziell zur Bengalkatze, sowie mit Büchern zur Katzenzucht allgemein und bei zwei verschiedenen Tierärzten. Wenn ich mich nicht irre, kann auch ich als furchtbare Vermehrerin alle erdenklichen Vorsorgen betreiben, oder muss ich dafür etwa einen Vereinsausweis beim Tierarzt vorlegen? Ob man tatsächlich sorgfältig und liebevoll mit seinen Tieren umgeht, kann kein Verein sicherstellen. Wenn die Katze eben nur 3x in zwei Jahren werfen darf, wird es einer anderen Katze untergeschoben oder die Tiere werden ohne Papiere verkauft. Wenn man auf Profit aus ist, gibt es Möglichkeiten ob Vereinszüchter oder Schwarzzüchter. Egal wo man kauft, man muss sich genau von den Tatsachen überzeugen. Ich war bei meiner Züchterin zu Hause, sie hat eine Kätzin, die einmal geworfen hat (ihr A Wurf) danach wurde sie kastiert. Und sie kann sich ganz genau an alle 5 Kitten erinnern. Wir stehen immernoch in sehr gutem Kontakt, tauschen uns aus, schicken Bilder. Ein Mädchen aus dem Wurf hat sie sogar behalten. Nicht das es nicht Angebote gegeben hätte, aber der Käufer entsprach nicht ihren Ansprüchen. Und genau so wede ich es auch halten, in dem Bewusstsein, dass es mir passieren kann, dass ich auf meinen Kitten sitzen bleibe. Kein Tier wird dann zum Tierheim verbracht oder schlimmeres. Ich frage mich auch, was passiert, wenn der professionelle Vereinszüchter mit ich weis nicht wie vielen Kitten im Jahr mal auf dem ein oder anderen Tier sitzen bleibt. Wenn man der Meinung ist, es gäbe eh schon zu viele Katzen auf der Welt, dann sollte man weder Rasse- noch sonstige Katzen vermehren, denn was Rasse- und was Hauskatze ist, ist nur eine vom Menschen festgelegte Begrifflichkeit. Es sollte mehr Beiträge wie diesen von Mell geben gegen die Flut von Schmähreden im Netz. Liebe Grüße und danke nochmal an Mell!

  28. Ich habe in einigen Foren mitgelesen, weil ich mir Informationen erhofft habe, da ich vorhabe meine BKH decken zu lassen-sie hat keinen Stammbaum.Es werden alle notwendigen Gentests (PKD/HCM,Blutgruppe) und Blutuntersuchungen gemacht (FIV, FELV) die Kleine ist gesund und komplett geimpft , ein super Deckkater ist auch gefunden und ich habe mehr Anfragen nach den Babys- die ja erst noch in der Planung sind, soviele Kinder kann die Katze nicht bekommen.Trotzdem würde ich mich nicht trauen auch nur eine Frage in diesen Foren zu stellen, weil der Umgangston miteinander einfach grauenhaft ist und man von vornherein keinerlei Chance bekommt.Das ist so schade, denn sachliche Erklärungen über den Aufwand und die Risiken und Kosten einer Katzenzucht würden mehr Menschen dazu bringen es sich nochmal zu überlegen als hochmütige Kommentare und Besserwisserei! Danke für diesen aufmunternden Text ,den ich hier lesen durfte, denn das sehe ich genauso!

  29. Ein sehr ausführlicher Beitrag der mir aus dem Herzen spricht. Das Wort Vermehrer kotzt mich so oft an, wenn ich es nur lese. Ich denke mir dann meinen Teil.Nachdem ich das jetzt hier gelesen habe und ich die zeit hätte diesen Beitrag jedesmal bzw darauf hinzuweisen würde ich dann gerne lesen was darüber wieder zu bemängeln wäre. Ich selber bzw mein Sohn bekam eine Perser Katze und als sie eigentlich kastriert werden sollte bekamen wir einen Perser Kater geschenkt.Er war 5jahre in einem verwahrlosten Zustand so das wir beim Tierarzt Vorstellig wurden. Impfen Fell abscheren und einiges mehr.wir behielten unseren Shady. Einige Wochen später deckte er unser Perser Mädchen. Sie bekam 3 Babys die waren schon vergeben bevor sie geboren waren. Während der Schwangerschaft die reibungslos verlief mit Ultraschall untersuchung die gerade mal 50euro gekostet hatte und uns bestätigt hatte das mit den Babys alles in Ordnung War waren wir beruhigt. Die Geburt verlief reibungslos. Zwei der jungen bekamen bei Freunden ein tolles Zuhause. Ich kann sie immer sehr und besuchen.Den kleinsten mußte ich etwas zuführen .und heute lebt er unser Mini Max mit seinenEEltern bei uns in der Familie .Sie sind alle kastriert und die Mama sterilisiert. Und nein ich sehe mich nicht als Vermehrer. Im Gegenteil es ist immer wieder schön wie die kleine Katze Familie zusammen leben , spielen und sich wohlfühlen .Vielen Dank für Ihren Beitrag! !!!

  30. Hallo Mel,
    auch ich durfte meine Erfahrungen machen.Ich habe mich vor 14 Jahren in einen
    speziellen Typ Katze verliebt, eine Bekannte hatte Orientalisch Kurzhaar Kätzchen bekommen und ich habe sie von klein auf fast täglich gesehen somit auch den Charakter kennenlernen dürfen.
    Sie war in Urlaub ihr Kater bei uns(ich damals 15 Jahre) und unsere Katze würde genau in den 3 Tagen rollig….Also gab es Babys, da die Mama das Gesäuge entzündet hatte mussten wir bei füttern und der kleinste hat sich so sehr auf mich eingeschossen wie ich mich in ihn verliebt hatte. Die Mutter eine normale Hauskatze, der kleine ( LAURI,geb. 1.08.2003,nachts zwischen 0:00 & 2:00uhr, fast 14 Jahre) ist äußerlich ganz die Mama aber das Wesen ganz der Papa,. So hab ich damals gesagt irgendwann möchte ich eine richtige Orientalisch Kurzhaar oder eine Siam, die sich vom Wesen her Hundja nichts tun. Mein Mann sagte letztes Jahr Freitags noch es kommt nichts mehr in Haus (2Hunde & 3 Kater alle kastriert),
    Samstags kam er nach Hause und hatte ein Findelkind dabei. 5 Wochen, halb verhungert & alleine unterwegs, jetzt ist sie bei uns wohl auf und super lieb. Da es mit meinem alten Katerchen langsam bergab geht und ich es für gut empfand der kleinen einen Kameraden zu geben und einer der anderen Kater zum Nachbarn gezogen ist, habe ich mich also an Google geschmiessen und geschaut……Es war der Horror, von einem kam sogar….Was so ein kleines Kind ( meine Tochter, 5 Jahre)
    NEIN ,das Tier ist doch kein Spielzeug!!! Was soll das denn? Sie ist super lieb mit unseren Tieren, wie eine Mami ist sie zu ihnen.
    Oder aber das Kätzchen wird frühkastriert….Warum….Das sind Sachen die ich gern selber machen lasse.
    Vor allem Kastrationskosten von 80 € bei meinem Zahl ich 57€.
    Das Lidl Futter geht nicht, HALLOOOO mein Opa ist fast 14 Jahre.
    Und der Knüller war bei zweien von denen hätte ich das Kätzchen erst mit 20 – 24 Wochen bekommen, versteh mich nicht falsch mit 12 ist vollkommen okay und für das kleine gut…Aber 20 – 24 Wochen? Das sind 6 Monate, warum? Mit 12 Wochen wachsen die doch noch richtig in die neue Familie oder sehe ich das falsch?

    Naja egal, jetzt haben wir einen Siam Kater ohne Papiere, wir haben ihn Patchouli getauft und mit 10 Wochen bekommen, er ist jetzt 6 Monate alt und ist super lieb und anhänglich, sehr vorsichtig mit meiner Tochter und dem alten Kater, gibt aber Gas mit der Katze und tobt mit ihr durchs Haus und liebt auch die Hunde abgöttig, ein wahrer Schatz sowie alle unsere Fellnasen. UND JA EINMAL DÜRFEN & SOLLEN DIE BEIDEN BABYS HABEN, DIESE WUNDERVOLLE ERFAHRUNG DIE ICH DANALS MACHEN DURFTE UND MICH ERINNER ALS WÄRE ES GESTERN…… MÖCHTE ICH MEINER TOCHTER NICHT VORENTHALTEN 😊

    DENNOCH MÖCHTE ICH ANMERKEN DAS ES BEI ALLEN DIE KÄTZCHEN ABZUGEBEN HABEN SO SEIN SOLLTE DAS DER PREIS EGAL OB 0,00€ , 50,00€ ODER 250,00€ ES BEI BESICHTIGUNG & ABHOLUNG DES KNÄULS AUCH BITTE BEI BESAGTEM PREIS BLEIBEN SOLLTE , UND NICHT PLÖTZLICH VON 250,00 AUF 300,00€ GEHEN SOLLTE. ODER ABER MAN ERWÄHNT DAS DER ANDERE FARBSCHLAG MEHR KOSTEN SOLL!!! DEN ES IST SAU BLÖD WENN DER VERKÄUFER WEISS DAS KIND KOMMT MIT UND SAGT DANN ALS DIE KINDERAUGEN SCHON LEUCHTEN…..JA ABER GENAU DER KOSTET 300.
    ZUM GLÜCK HATTEN WIR DIE DIFFERENZ NOCH EINSTECKEN.

    Liebe Grüße

  31. Hallo,
    Ich finde deinen Blog auch super, du vertrittst mit dem Text auch meine Meinung. Und Katzenzüchter sind in meinen Augen noch schlimmer als Hundezüchter, also Vereinszüchter.
    Ich hatte vor dem Kauf meiner ersten Katze (mit Papieren) überhaupt keine Ahnung dass es da sowas wie eine „Liebhaberkatze“ gibt. In der Internetanzeige stand nur „Maine Coon kittens mit Stammbaum“, ich hatte mit der Züchterin telefoniert und sie hat mir kurz von sich erzählt, sie hat mir Videos und Fotos geschickt, alles hat sich super professionell angehört und ich hatte mich in ein Kitten verliebt 😍 Da es doch eine lange Fahrstrecke war, hatte ich vorab so ein kitten mit Anzahlung reserviert. Ich bekam auch regelmäßig Updates und meine Vorfreude wurde größer und größer, bis ich sie abholen durfte. Doch dann die Überraschung, bei der Abholung wird mir quasi vor Verlassen der Zucht der Vertrag vor die Nase gehalten, und ich war gezwungen zu unterschreiben, sonst hätt ich meine Mieze auf die ich mich schon so sehr gefreut habe nicht mitbekommen… Und das bei fast 6 Stunden Autofahrt in eine Richtung. Das finde ich noch immer als größte Frechheit, dass sie es kein einziges Mal erwähnt hat, obwohl sie genug Gelegenheit dazu gehabt hätte. Man kann doch nicht davon ausgehen das das jeder weiß? Dass das normal ist, ungeschriebener Standard? Deshalb wollte ich bei einem registrierten Züchter eine holen, damit ich gut beraten und aufgeklärt werde.. Naja zweite witzige Sache, im Vertrag war eine Klausel die besagt dass ich den Stammbaum erst bekomme wenn sie von mir die Sterilisationbestätigung sehe, 1 Jahr hätte ich dazu und wenn ich es mir doch anders überlege und die selbe Katze zum Züchten kaufen möchte, müsste ich 1000eur draufzahlen…
    + die ganzen Klauseln mit den Strafzahlungen falls ich das nicht mache etc

    Ich finde es schade dass Vereine sich auch nicht um Ehrlichkeit und Rechtlichkeit ihrer Züchter scheren, denn als ich den Verein angerufen habe um mich über diese Vorgehensweise zu beschweren, wurde mir gesagt: dann klagen Sie doch wenn Sie wollen. Die meisten unserer Züchter lassen die Kätzchen sowieso frühkastrieren… Da gibt’s solche Diskussionen gar nicht…

    Naja nur ne kurze Geschichte von mir
    Lg
    Kate

  32. Hallo 🙂
    Ich bin auch gerade in mehreren Rasse Katzen Gruppen auf Facebook. Und das da abgeht, ist ja schon eine große Sekte! Da werden Leute schlecht gemacht, weil sie beim „Vermehrer“ kaufen oder weil die Tiere keine Papiere haben. Man nimmt dort gerne 1000€ für ein Kätzchen und verdient natüüüürlich nichts daran. Bei einem Wurf mit 4 Kitten ist man natürlich schnell bei 4000€ (Ironie off). Und wehe, man füttert „falsch!“ steinigung!
    Man hat schon Angst, irgendwas zu fragen. Richtige Katzen-nazis. Aber, wenn ne Katze weg muss, weil es keine würde mehr produziert. Heute wurde mir noch gesagt, das Tiere vom Vermehrer öfter im Tierheim landen. Aaaaaahhhhh ja. Man kriegt da einen richtigen Hass auf die „Züchter“.
    Katze ja!
    Züchter unterstützen
    (Mit Verein und etc.?) Nein!

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